Frauentennis Kerber hält nichts von Sexismusdebatte

Sexismus im Frauentennis? Angelique Kerber sagt, der sei ihr nie begegnet. Die von Serena Williams ausgelöste Debatte hält die Wimbledonsiegerin für übertrieben.

Angelique Kerber
AFP

Angelique Kerber


Wimbledonsiegerin Angelique Kerber hält nicht viel von der von Serena Williams ausgelösten Sexismusdebatte im Tennis. "Das war nie ein Thema für mich. Weil ich keine Benachteiligung erfahren habe als Frau", sagte die 30-Jährige dem "Focus" mit Bezug auf die Diskussionen nach dem verlorenen US-Open-Finale der US-Amerikanerin Serena Williams. "Diese Geschichte rund um Serena und diesen Zwischenfall im Finale hat Dimensionen angenommen, die ich nicht mehr verstanden habe."

Ihr sei es egal, ob bei ihren Partien ein Schiedsrichter oder eine Schiedsrichterin auf dem Platz sitze. "Das macht für mich keinen Unterschied. Es war ja auch vor diesen US Open nie ein Problem im ganzen Profitennis", sagte die Deutsche. "Wer hat da überhaupt drüber nachgedacht vor dem New Yorker Finale?"

Die langjährige Weltranglistenerste Serena Williams hatte sich bei ihrer Endspiel-Niederlage bei den US Open gegen die Japanerin Naomi Osaka vom Schiedsrichter ungerecht behandelt gefühlt. Die 37-Jährige war dreimal verwarnt worden und hatte einen Spielabzug zum 3:5 im zweiten Satz erhalten. Zuvor hatte sie den Schiedsrichter Carlos Ramos als Dieb bezeichnet und anschließend beklagt, er hätte für diesen Ausdruck noch nie einen Mann bestraft.

Williams hat ihre Tennissaison bereits beendet. Kerber dagegen tritt noch bei den am Sonntag beginnenden WTA Finals in Singapur an, dem Jahresabschluss der besten acht Spielerinnen.

aha/dpa



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