Frühes Wimbledon-Aus Kerber trennt sich von Trainer Schüttler

Vor einem Jahr hatte Angelique Kerber noch das Turnier in Wimbledon gewonnen, jetzt hat sie nach dem frühen Aus in Runde zwei die Konsequenzen aus einem verkorksten Jahr gezogen: Rainer Schüttler ist nicht mehr ihr Trainer.

Angelique Kerber bei ihrer Wimbledon-Niederlage gegen Lauren Davis
Ben Stalsall/AFP

Angelique Kerber bei ihrer Wimbledon-Niederlage gegen Lauren Davis


Angelique Kerber hat die Zusammenarbeit mit ihrem Trainer Rainer Schüttler beendet. Dies teilte die 31-Jährige knapp zwei Wochen nach ihrem enttäuschenden Zweitrunden-Aus beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon via Twitter mit. "Wir haben entschieden, dass es Zeit für einen Neustart ist", schrieb Kerber, die als Titelverteidigerin ins Turnier gegangen war: "Veränderungen sind nie einfach - besonders, wenn man mit so einer tollen Person wie Rainer zusammenarbeitet."

Schüttler hatte als Nachfolger von Wim Fissette Ende November 2018 das Traineramt übernommen. Die Erfolge blieben jedoch aus: Bei den Australian Open schied Kerber im Achtelfinale aus, bei den French Open schon in der ersten Runde. Nach ihrem frühen Aus in Wimbledon, das sie aus den Top Ten der Weltrangliste beförderte, hatte sie bereits gesagt: "Momentan bin ich nicht wirklich zufrieden. Aber wenn ich auf das ganze halbe Jahr schaue, gab es gute und einige nicht so gute Momente."

Nun schrieb sie, dass sie dem ehemaligen Australian-Open-Finalisten Schüttler "dankbar für seine harte Arbeit und Hingabe in den vergangenen Monaten" sei: "Er ist ein Freund geworden."

mfu/sid



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telarien 19.07.2019
1. Bin unsicher
Schüttlers Fähigkeiten als Trainer sind schwer einzuschätzen. Aber ich halte Kerber auch für schwer trainierbar. Bei den letzten Niederlagen waren die Probleme immer ähnlich. Schwache Aufschläge, keine Länge in den Grundschlägen. Und mangelnde Selbstkritik. Ist auch schwierig, sie hat schon Grand Slams gewonnen und war Nummer 1 in der Welt. Nur ist dieses Leistungsniveau nicht mehr da, das zu akzeptieren, wäre der erste Schritt.
jean-baptiste-perrier 19.07.2019
2. Halleluja!
Jetzt muss nur noch ein Plan her wie man Wim Fissette von Asarenka loseisen kann. Also wäre ich Trainer von Asarenka würde ich mir bei ihren Matches dick Watte in die Ohren stopfen. Ich hatte es anderer Stelle schon vorgeschlagen: Mutter Beata Kerber reist stellvertretend mit Geldkoffer ins belgische Canossa um Abbitte zu leisten. Trennung wegen finanzieller Differenzen. Manager Thron sparte Kerber einige lumpige hunderttausend Euro durch die Trennung von Fissette. Dass Kerber mit Fissette Millionen Euro Preisgelder zusätzlich einspielen würde, wurde dabei vergessen.
jean-baptiste-perrier 19.07.2019
3. Augen auf!
telarien hat geschrieben:"Nur ist dieses Leistungsniveau nicht mehr da, das zu akzeptieren, wäre der erste Schritt." - - - - - Zitat Ende - - - - - Haben Sie den Sieg Kerbers gegen Halep direkt vor Wimbledon 2019 auf Gras in Eastbourne gesehen? Offenkundig nicht. Bei Kerber ist es eine Frage der Mentalität. Sie braucht jemand der ihr permanent Dampf macht. Jemand wie Fissette, der sie mental stärkt und Gegnerinnen detailiert analysiert. Schüttler war zuviel Wohlfühl-Onkel ohne jede Inspiration für Kerber.
telarien 19.07.2019
4. @jp perrier
Nein, Eastborne habe ich nicht verfolgt. Ihre Argumentation ist aber etwas inkonsequent. Wenn Sie in Eastborne toll war, dann war Schüttler dort ihr Trainer, oder nicht? Ich behaupte ja auch nicht, dass sie es nicht mehr drauf hat. Nur in den beiden letzten Grand Slam Outs war Kerber schwach. Und sah laut Interviews den Grund in starken Leistungen der Gegnerinnen. Hier sehe ich ihr Problem. Wobei sie nach außen anders argumentieren mag, als sie wirklich denkt. Die Trennung von Schüttler scheinen wir aber beide nicht falsch zu finden.
quincy1964 19.07.2019
5. Wunder oh Wunder
Auch ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn. Oje hoffentlich wird 2019 noch halbwegs gut, noch maximal 7 Turniere. 3 x Hartplatzsaison und die 3 Asien Turniere mit Wuhan und Peking usw. Dann die Möglichkeit des WTA Finals. Aber nun Trainer organisieren und trainieren, und das Spiel verbessern, ein Beispiel an Nadal, Federer, Djokovic nehmen, die verbessern dich ständig und darum sind diese 3 Musketiere immer noch die besten trotz weit über 30.
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