Neuer Trainer Schüttler soll Kerber in der Tennis-Weltspitze halten

Er hat noch keine Erfahrung als Trainer einer Spitzenspielerin, trotzdem könnte der frühere Tennis-Profi Rainer Schüttler für Angelique Kerber die richtige Wahl sein.
Angelique Kerber

Angelique Kerber

Foto: EDGAR SU/ REUTERS

Rainer Schüttler wird neuer Trainer der Weltranglistenzweiten Angelique Kerber. Das bestätigte das Management der besten deutschen Tennis-Spielerin. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung von der Personalie berichtet.

Kerber, die in der vergangenen Saison in Wimbledon ihren dritten Grand-Slam-Titel gewonnen hatte, trennte sich vor wenigen Wochen überraschend von Wim Fissette als Trainer. Der Belgier hatte Kerber nach schwachem Jahr 2017 wieder in die Weltspitze geführt. Fissette steht mittlerweile als neuer Trainer der Weißrussin Viktoria Azarenka fest.

Für Kerber war es wichtig, einen deutschsprachigen Trainer mit Profi-Erfahrung zu finden. Diese Kriterien erfüllt Schüttler. Der 42-Jährige gewann 327 seiner insgesamt 664 Matches auf der ATP-Tour und dabei vier Turniere. 2003 stand er im Finale der Australian Open, das er gegen André Agassi verlor. 2012 hatte Schüttler seine Karriere beendet.

"Angelique hat in den letzten Jahren schon mehrfach unter Beweis gestellt, was sie für ein Champion ist", sagte Schüttler: "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in dieser spannenden Phase ihrer Karriere. Für mich steht außer Frage, dass sie mit ihrem Talent noch viel erreichen kann."

Rainer Schüttler (Archiv)

Rainer Schüttler (Archiv)

Foto: Andreas Gebert/ dpa

Schüttler führte danach gemeinsam mit Alexander Waske eine Tennis-Akademie in Offenbach, die einen entscheidenden Anteil an Kerbers Aufstieg an die Spitze des Damen-Tennis hatte. Bevor sie 2011 mit dem Halbfinale bei den US Open ihren ersten großen Erfolg feierte, hatte Kerber in der Akademie in Offenbach an ihrer Fitness gearbeitet.

Diese intensive Arbeitsweise lernte Schüttler auch kennen. Kerber hatte stets ihre besten Ergebnisse, wenn sie körperlich in einem guten Zustand war. Für Schüttler gilt es zudem, Kerbers Aufschlag zu verbessern, der weiterhin der größte Schwachpunkt in ihrem Spiel ist.

krä/dpa/sid
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