Auszeichnung Schaffelhuber ist Behindertensportlerin des Jahres

Die Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber ist zur Behindertensportlerin des Jahres gekürt worden. Auch Georg Kreiter und die Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen wurden geehrt.

Paralympicssiegerin Schaffelhuber: Zum vierten Mal ausgezeichnet
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Paralympicssiegerin Schaffelhuber: Zum vierten Mal ausgezeichnet


Die fünfmalige Paralympicssiegerin Anna Schaffelhuber ist zum vierten Mal zur "Behindertensportlerin des Jahres" gewählt worden. Die 22 Jahre alte Monoskifahrerin erhielt die meisten Stimmen und setzte sich nach 2011 sowie 2013 und 2014 erneut durch.

Bei einem Festakt mit rund 400 Gästen im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln wurden neben Schaffelhuber auch Monoskifahrer Georg Kreiter und die Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen geehrt. Die Basketballerinnen erhalten diese Ehrung ebenfalls zum vierten Mal (2011, 2013, 2014). Für Kreiter ist es die Premiere.

Die querschnittsgelähmte Schaffelhuber eilt in diesem Jahr von einer Auszeichnung zur nächsten. Vor zwei Wochen war die sechsfache Weltmeisterin in Mexiko zur Weltbehindertensportlerin gekürt worden. Nach Verena Bentele (Biathlon/Langlauf) und Gerd Schönfelder (Ski alpin) 2011 ist Anna Schaffelhuber die dritte Deutsche, die den "Paralympic Sports Award" erhielt. Sie wurde für ihre fünf Goldmedaillen bei den Paralympics in Sotschi 2014 ausgezeichnet. Bei den diesjährigen Welttitelkämpfen in Kanada holte sie zweimal Gold. Vor einer Woche bekam sie in der Schweiz noch den Internationalen Sportkristall.

Leichtathleten nicht nominiert

Kreiter wurde für seine zwei WM-Titel im Riesenslalom und in der Super-Kombination ausgezeichnet. In Sotschi hatte er noch eine herbe Enttäuschung erlebt: Er fuhr zwar häufig schnell, im Super-G und im Riesenslalom aber stürzte er. Im Slalom schied er aus, und in der Abfahrt wurde er nur Achter.

Die Rollstuhl-Basketballerinnen, Paralympics-Siegerinnen von London 2014, wurden für ihren EM-Sieg geehrt. Prothesen-Sprinter Johannes Floors, der mit der 4x100-Meter-Staffel WM-Gold holte, erhielt den Nachwuchspreis.

Vorjahressieger Markus Rehm war diesmal wie andere Leichtathleten nicht nominiert. Da die WM in Doha erst Ende Oktober stattfand, werden Weitsprung-Weltrekordler Rehm und die Weltmeister Marianne Buggenhagen, David Behre, Vanessa Low, Sebastian Dietz und Martina Willing erst bei der Sportlerehrung für 2016 berücksichtigt.

Dafür war der Behindertensportverband kritisiert worden. DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher bezeichnete hat das Verfahren ebenfalls als misslungen. "Die Kritik ist berechtigt. Das war ein eindeutiger Verbandsfehler", sagte Beucher: "Da haben wir zu starr an den Regeln festgehalten. Wenn wir von Professionalisierung sprechen, müssen wir zu einem anderen Verfahren kommen."

bka/dpa



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