ATP World Tour Finals Zverev geht gegen Djokovic unter - Halbfinale in Gefahr

Einen Satz lang konnte Alexander Zverev im Spiel gegen Novak Djokovic mithalten, dann deklassierte der Weltranglistenerste Deutschlands Tennisstar. Nun erwartet ihn am Freitag ein Endspiel.

Alexander Zverev
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Alexander Zverev


Alexander Zverev hat bei den ATP World Tour Finals im zweiten Match die erste Niederlage kassiert. Gegen Novak Djokovic unterlag er 4:6, 1:6. Trotz des Auftaktsiegs gegen Marin Cilic steht der 21-Jährige nun unter Druck: Am Freitag muss er gegen John Isner gewinnen, um in London sicher in das Halbfinale einzuziehen.

Einen Satz spielten sowohl Djokovic als auch Zverev auf hohem Niveau. Bis zum 5:4 für den Serben brachten beide ihre Aufschlagspiele durch. Zverev wehrte bei eigenem Aufschlag zwei Satzbälle ab, patzte dann aber mit einem Doppelfehler. Im zweiten Satz machte der Deutsche zu viele unerzwungene Fehler, was Djokovic ausnutzte.

"Ich hatte meine Chancen im ersten Satz", sagte der an Nummer drei gesetzte Zverev. "Aber im zweiten Satz war ich dann frustriert, weil ich so viele Chancen verpasst habe. Und mit einer Aufschlagquote von 50 Prozent - dann ist es schwer, ihn zu schlagen."

"Das war sicher kein atemberaubendes Match. Aber ein Sieg ist ein Sieg", sagte Djokovic, der nach dem zweiten Duell der Gruppe, das Isner gegen Cilic 7:6 (7:2), 3:6, 4:6 verlor, als Halbfinalteilnehmer feststeht.

tip/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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woodyallen 14.11.2018
1. Ohne Chance
Gegen Top-Leute ist Zwerev nicht in der Lage in den entscheidenden Momenten gegenzuhalten. Diese Erkenntnis ist gerade heute besonders bitter, da dies sicherlich eines der schwächeren Matches von Djokovic war. Sagt er ja selber. Wenn es nicht bald mal "klick" macht bei Zwerev, wird Z. nicht die Nachfolge von Djoko, Federer oder Nadal antreten, sondern das werden dann andere Young Guns wie Khatchanov, Coric, Tsitsipas oder Thiem untereinander ausmachen.
mgrevenstein 15.11.2018
2. Zverev
wird oben nicht anknüpfen können solange er nicht in der Lage ist einen vermeintlichen Fehler oder auch ein durch eigene Hitzköpfigkeit verlorenes Aufschlagspiel innerlich zu verarbeiten. Genau das ist es was die Jungs da oben auszeichnet.
spon-facebook-695128855 15.11.2018
3. Melbourne
Spätestens in Melbourne werfen wir sehen, dass jüngere Spieler an unserem kommenden Weltstar vorbeiziehen werden. Hungrige, bärenstarke Jungs wie der Russe Khachanov, der kürzlich in Paris fulminant reüssierte. Herr Zwerew hingegen befindet sich in einem Strudel aus überbordender Arroganz: Zu viel Hype in jungen Jahren kann die intellektuelle Entwicklung beeinträchtigen...
kloppskalli 15.11.2018
4. im zweiten Satz war ich dann frustriert
... krass .. das sollte der Sascha aber mal schnell abstellen, im zweiten Satz frustriert sein, weil er den ersten nicht gewonnen hat. Beim Tennis ist schliesslich bis zum verwandelten Matchball immer noch alles moeglich. Es gibt keine verbleibende Zeit, die ablaeuft und es einem schwer macht Rueckstaende aufzuholen wie zB im Fussball, wo nach 90 min Schluss ist. Beim Tennis man muss "nur" besser spielen und bestaendig mehr Punkte machen als der Gegner.
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