Australian Open Alle Deutschen ausgeschieden

Der Auftritt der deutschen Tennisspieler bei den Australian Open war kurz und schmerzlos. Während die Turnierfavoriten ihre Pflichtaufgaben souverän lösten, legten die deutschen Teilnehmer eine blamable Vorstellung hin. Kein Vertreter des deutschen Tennisbundes kam über die zweite Runde hinaus.


Florian Mayer: "Nicht mein bestes Tennis gespielt
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Florian Mayer: "Nicht mein bestes Tennis gespielt

Melbourne - Als letzte von ursprünglich neun Deutschen scheiterten am Donnerstag in Melbourne Florian Mayer und Anca Barna. Qualifikant Mayer verlor erwartungsgemäß gegen Mitfavorit David Nalbandian, verpasste beim 1:6, 0:6, 3:6 gegen den Argentinier aber zumindest die Chance, das Ergebnis knapper zu gestalten. Anca Barna verabschiedete sich mit 3:6, 4:6 gegen Lisa Raymond. Im Vorjahr hatte sie die höher eingestufte Amerikanerin in der zweiten Runde noch besiegen können.

Trotz der Niederlage gegen Nalbandian feierte Mayer beim ersten Grand-Slam-Turnier seiner Karriere seinen bislang größten Erfolg und wird sich etwa auf Weltranglistenposition 170 verbessern. Vorjahresfinalist Rainer Schüttler, Nicolas Kiefer und fünf weitere Deutsche waren bereits in der ersten Runde gescheitert. "Ich bin enttäuscht, weil ich einfach nicht mein bestes Tennis gespielt habe", erklärte Mayer nach dem Aus, "ehrlich gesagt, habe ich nicht so lange geglaubt, dass ich überhaupt gewinnen kann."

Dagegen hatte die Weltranglisten-Zweite Kim Clijsters aus Belgien nach ihrem Erfolg über Marlene Weingärtner auch beim zweiten Auftritt keine Schwierigkeiten. Beim 6:0, 6:0 über die Italienerin Maria Elena Camerin gab die Masters-Siegerin kein Spiel ab und ließ sich nichts mehr von ihrer kürzlich erlittenen Fußverletzung anmerken. Vorjahres-Finalistin Venus Williams aus den USA feierte nach ausgeglichenem Beginn einen klaren 6:4, 6:2-Sieg über die Russin Wera Dutschewina und trifft nun auf Lisa Raymond.

Wimbledon-Sieger Roger Federer aus der Schweiz hatte keine Probleme beim 6:2, 6:3, 6:4 über US-Qualifikant Jeff Morrison. French-Open-Gewinner Juan Carlos Ferrero aus Spanien musste sich beim 6:4, 7:6 (7:3), 7:5 über den Italiener Filippo Volandri lange am Rücken und am linken Ellenbogen behandeln lassen. Volandri hatte zum Auftakt noch Kiefer ausgeschaltet. Lokalmatador Lleyton Hewitt startete gegen den Slowaken Karol Kucera schwach, gewann aber noch deutlich 1:6, 6:1, 6:4, 6:1.



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