Australian Open 6:1, 6:0 - Kerber fertigt Birrell in 58 Minuten ab

Das ging schnell: Angelique Kerber steht nach einem klaren Erfolg über Kimberly Birrell im Achtelfinale der Australian Open. Dort wartet die nächste Außenseiterin.

Angelique Kerber
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Angelique Kerber


Angelique Kerber hat bei den Australian Open ohne Probleme das Achtelfinale erreicht. Die Titelträgerin von 2016 gewann an ihrem 31. Geburtstag 6:1, 6:0 gegen die Australierin Kimberly Birrell. Die 240. der Tennis-Weltrangliste war dank einer Wildcard dabei und überraschend in die dritte Runde in Melbourne eingezogen.

Für den Gewinn des ersten Satzes benötigte Kerber nur 27 Minuten. Im zweiten Durchgang gelang es der 21 Jahre alten Birrell, drei Matchbälle abzuwehren. Der Vierte führte zum Erfolg, insgesamt dauerte das Duell 58 Minuten.

"Es war nicht so einfach", sagte Kerber dem TV-Sender Eurosport. Sie sei zunächst sehr nervös gewesen, weil sie nicht gewusst habe, was sie erwarte. Über ihre Gegnerin sagte sie: "Für sie war es das erste Mal auf dem Center Court. Ich bin mir sicher, sie war nervös."

Für Kerber war es der dritte deutliche Erfolg im dritten Turniermatch. Bislang ist die Wimbledonsiegerin noch ohne Satzverlust.

Am Sonntag trifft sie auf die US-Amerikanerin Danielle Collins, die in der ersten Runde überraschend Julia Görges bezwungen hatte. Für die Weltranglisten-35. war es der erste Sieg überhaupt bei einem Grand Slam. Das bislang einzige Duell mit Kerber hatte Collins im vergangenen Jahr beim Rasenturnier in Eastbourne 1:6, 1:6 verloren.

Alles Wichtige zum Turnier in Melbourne finden Sie hier.

mon/dpa/sid



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jean-baptiste-perrier 18.01.2019
1. Déjà-vu!
Die Älteren werden sich erinnern: Das wirkte heute wie eine Kopie von Kerbers Sieg gegen C.C. Bellis in der dritten Runde der US Open 2016. Wieder ein junges Talent vor heimischer Kulisse. Und genauso wie damals Bellis, konnte man heute der jungen Australierin nichts vorwerfen. Das erste Spiel trotz des Breaks für Kerber versprach ein enges Duell für das gesamte Match. Kerber an ihrem Geburtstag war heute für das junge Talent aber einfach zu fokussiert und präzise mit ihrer nahezu durchgängig sehr guten Länge und Platzierung. Collins als Gegnerin im Achtelfinale ist sehr schwer einzuschätzen. Danach droht im Viertelfinale ein Duell mit Kerbers Angstgegnerin Sloane Stephens. Andererseits wünscht man sich so ein Battle mit Stephens, um Kerber auch diese hohe Hürde endlich meistern zu sehen. Angie ist bereit. Erstmal müssen jeweils die Achtelfinale gewonnen werden, bevor es zum großen Clash Stephens vs Kerber kommen kann. Innerlich träumt man schon vom End Game Enemy Finale gegen Serena Williams (es wäre das Vierte - Angie führt 2:1). Ein dritter Final-Sieg gegen Serena Williams wäre epochal, da Kerber damit sogar an Serenas Schwester Venus vorbeiziehen würde. Dann zögen auch nicht mehr die Ausreden bezüglich der Baby-Pause wie zuletzt nach dem Wimbledon-Finale. Erstmal jedoch weiter Schritt für Schritt und dann werden wir sehen was passiert. "Vom Feeling her habe ich ein gutes Gefühl"! Ein Zitat von Andreas "Heintje" Möller, der noch bekannter ist durch sein "Mailand oder Madrid. Egal. Hauptsache Italien"! Ein gutes Omen für Angie Kerber: Gegen Ende des Matches kreisten unter dem Dach der Rod Laver Arena Möwen! Die kennt Angie gut aus ihrer Kindheit in Kiel und Umgebung!
biglewbowski 18.01.2019
2. Danielle Collins ist wie eine
Raketenabschussbasis. Zündung und Vollgas. Das Standardtennis der letzten Dekade. Wenn Sie trifft, ist wenig Kraut gewachsen. Wenn nicht, fliegt alles kreuz und quer. Das passiert meistens bei ihr. Hoffen wir, dass es so wird.
jean-baptiste-perrier 18.01.2019
3. Andere Hälfte des Draw?
Es stellt sich die Frage, welche Spielerin in der anderen Hälfte Serena Williams stoppen könnte? Schwester Venus, Halep als auch Muguruza haben nach meiner Einschätzung derzeit nicht die Verfassung. Alle drei sind in ihren bisherigen Matches schon an ihre Limits gegangen. Eine der wenigen (neben Kerber) die sich sicherlich nicht durch Serena auf dem Platz einschüchtern lassen (man denke an das Einbrechen von Ka. Pliskova und Sevastova gegen Serena bei den US Open 2018), ist Naomi Osaka. Bloß muss Osaka jetzt erstmalig gegen Hsieh spielen und da weiß man nicht wie Osaka mit Hsiehs verrücktem Tennis-Zauberkasten klar kommt? Also wer aus der anderen Draw-Hälfte kann Serena stoppen?
jean-baptiste-perrier 19.01.2019
4. Gerade noch gut gegangen!
Wie schon befürchtet kam Osaka mit Hsiehs speziellem Tennis lange Zeit überhaupt nicht zurecht. Erst beim Stand von 5:7 und 1:4 zu Gunsten Hsiehs konnte Osaka den Hsieh-Code schließlich doch noch knacken. Gerade noch rechtzeitig, denn Hsieh schlug schon zur 5:2 Führung auf. Mit etwas mehr Ruhe und anderer Bespannung des Schlägers konnte Osaka dann sich doch noch durchkämpfen. Also Osaka im Halbfinale sehe ich weiterhin als den größten Stolperstein für Serena Williams vor dem Finale. So sehr ich es mir auch wünschen würde, ich kann mir nicht vorstellen, dass Venus nochmal bei einem Grand Slam Turnier Serena schlagen kann. Nicht zuletzt weil sie nicht diesen Killer-Instinkt im Match gegen die kleine Schwester entwickeln kann wie Serena ihrerseits gegen die ältere Venus. Es bleibt die Erinnerung an Venus Wimbledon-Sieg im Finale gegen Serena im Jahr 2008! Wo die elegantere Williams-Version gegen die brutalere Variante die Oberhand behielt.
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