Australian Open Navratilova ist heiß auf die Williams-Schwestern

Ihr letztes Spiel bei den Australian Open bestritt Martina Navratilova vor 14 Jahren an der Seite vom Pam Shriver. Jetzt ist die ehemalige Weltranglistenerste nach Melbourne zurückgekehrt und wartet darauf, die neuen Weltstars im Damentennis herausfordern zu können.

Melbourne - "Es war ein ganz seltsames Gefühl wieder hier zu sein", sagte Navratilova am Donnerstag nach dem Match, "die ersten anderthalb Sätze war ich fast verkrampft, konnte mich kaum bewegen." Die gebürtige Pragerin gewann in der ersten Runde an der Seite der Russin Swetlana Kusnetsowa das Spiel gegen Myriam Casanova (Schweiz) und Nicole Pratt (Australien) mit 5:7, 6:1 und 6:3.


"Ich lerne unheimlich viel von ihr", erklärte die 23-jährige Kusnetsowa. Bereits Anfang Januar gewannen die beiden Down Under das "Turnier an der Goldküste". Für Navratilova war es der 167. Doppelturniersieg ihrer Karriere, die Australian Open hatte sie allein achtmal im Doppel und dreimal im Einzel gewonnen. "Ich bin ein unheimlich ehrgeiziger Mensch, ich will mich immer messen, und ich habe noch unheimlich Spaß", begründete sie ihre Rückkehr zur Tour. Seit 2000 ist sie im Doppel wieder aktiv dabei.


Achtelfinalduell gegen die Williams-Schwestern?

In der nächsten Runde muss das Team gegen Alice Canepa (Venezuela) und Milagros Sequera (Italien) antreten. Sollten sie auch hier erfolgreich sein, kann es im Achtelfinale zum Traumduell mit den Schwestern Venus und Serena Williams kommen.


Auch außerhalb des Courts setzt sich Navratilova noch immer für ihren Sport ein. "Ich denke, man sollte die bestehenden Strukturen wegfegen und völlig neu beginnen", kritisierte sie die Spielerinnen-Vereinigung WTA. Die 46-Jährige fordert weniger Turniere, um das bestehende Durcheinander im Terminkalender aufzulösen. "Aber es ist schwierig, jeder kümmert sich nur um sein eigenes kleines Ding und sieht nicht den großen Zusammenhang. Niemand denkt mal zehn Jahre voraus", so Navratilova.

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.