Australian-Open-Sensation Djokovic scheidet gegen Nummer 117 der Welt aus

Überraschung in Melbourne: Novak Djokovic ist bei den Australian Open in der zweiten Runde ausgeschieden. Der Titelverteidiger verlor gegen Denis Istomin, der in der Weltrangliste nur auf Rang 117 steht.

Novak Djokovic
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Novak Djokovic


Titelverteidiger Novak Djokovic ist sensationell in der zweiten Runde der Australian Open ausgeschieden. Der Weltranglistenzweite und sechsmalige Melbourne-Sieger musste sich völlig überraschend dem Weltranglisten-117. Denis Istomin aus Usbekistan 6:7 (8:10), 7:5, 6:2, 6:7 (5:7), 4:6 geschlagen geben.

"Er hat verdient zu gewinnen. Er war in den entscheidenden Momenten der bessere Spieler", sagte Djokovic laut der "New York Times". Istomin habe großartig gespielt. "Es ist ein Tennisspiel, da kann man verlieren. Nichts ist unmöglich."

Zuletzt hatte Djokovic, der bis Ende des vergangenen Jahres von Boris Becker trainiert wurde, 2008 in Wimbledon in der zweiten Runde eines Grand-Slam-Turniers verloren. Noch nie ist der Serbe bei einem Major-Event gegen einen derart niedrig platzierten Gegner ausgeschieden.

Denis Istomin
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Denis Istomin

Eigentlich hatte Djokovic im Melbourne Park seinen siebten Australian-Open-Titel holen wollen. Er hätte damit zum alleinigen Rekordgewinner werden können. Der Australier Roy Emerson hat das Grand-Slam-Turnier in seiner Heimat ebenfalls sechsmal gewonnen.

Istomin, der im russischen Orenburg geboren wurde, ist bei den Australian Open nur dank einer Wildcard dabei. Der 30-Jährige hatte bislang fünfmal gegen Djokovic gespielt - und alle Partien verloren.

"Es ist der größte Sieg meiner Laufbahn. Es tut mir leid für Novak, aber ich habe so gut gespielt und mich selbst überrascht", sagte Istomin, der nach einem schweren Autounfall 2001 bereits vor dem Ende seiner Karriere stand.

bka/sid



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
jujo 19.01.2017
1. ...
Das war dann wohl eindeutig nicht sein Tag, mit BB währe es ev. anders gelaufen.
Msc 19.01.2017
2.
Zitat von jujoDas war dann wohl eindeutig nicht sein Tag, mit BB währe es ev. anders gelaufen.
Der Grund ist vermutlich nicht die Abwesenheit von Boris, sondern die Anwesenheit von Pepe Imaz. Wer Tennis durch "Liebe und Frieden" und mit Meditation und langen Umarmungen trainiert, der ist vielleicht spirituell dem Spiel gewachsen, aber körperlich? Man muss wohl abwarten, ob das nur ein einmaliger Aussetzer von Djokovic war.
The Apprentice 19.01.2017
3. BB hatte ja Gründe zu gehen
Jetzt sieht man wohl wie hoch der Beitrag von BB war am Erfolg der letzten Zeit. Die letzten guten Spiele auch nach dem Weggang von BB waren vielleicht die Reste von BBs Unterstützung. Es wird sich in den kommenden Spielen zeigen, ob diese Hypothese stimmen könnte - oder ob es einfach nur ein schlechter Tag war. Ich tippe auf ein baldiges Karriereende, wenn BB nicht mit seinen Methoden zurückkehren darf.
Nonvaio01 19.01.2017
4. ohne Boris
scheint es nicht zu gehen, da hat Boris wohl mehr einfluss gehabt als viele gedacht haben, vor allem als mental coach
ludna 19.01.2017
5. Er ist nicht mehr fokussiert
Boris Becker liess so was anklingen und seine Reaktion auf die Niederlage ist auch bezeichnend. Vielen Top Spielern erging es so.
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