Australian Open Nach Sieg über Pouille - Djokovic trifft im Finale auf Nadal

Das ging schnell: Novak Djokovic brauchte keine anderthalb Stunden, um Lucas Pouille im Halbfinale zu besiegen. Im Finale trifft Djokovic auf Nadal, mal wieder.

Novak Djokovic
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Novak Djokovic hat zum siebten Mal in seiner Karriere das Endspiel der Australian Open erreicht. Der Weltranglistenerste gewann sein Halbfinale gegen Lucas Pouille in nur 83 Minuten 6:0, 6:2, 6:2. Pouille hätte erstmals in ein Finale eines Grand-Slam-Turniers einziehen können, gegen Djokovic war er jedoch chancenlos.

"Das war definitiv eines der besten Matches, die ich auf diesem Court hatte. Alles hat geklappt, was ich mir vorher vorgestellt habe", sagte Djokovic, der sich gerade einmal fünf vermeidbare Fehler geleistet hatte. Der erste Satz dauerte nur 23 Minuten, es war ein überragendes Match des Serben.

Im Endspiel spielt Djokovic am Sonntag (9.30 MEZ, TV: Eurosport, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen Rafael Nadal. Der Spanier hatte sein Halbfinale gegen Stefanos Tsitsipas mit 6:2, 6:4, 6:0 für sich entschieden. Sollte Djokovic das Finale gewinnen, wäre er mit sieben Titeln alleiniger Rekordhalter bei den Australian Open. Bislang teilt er sich Platz eins mit Roger Federer und Roy Emerson, alle haben sie das Turnier sechsmal gewonnen.

Es wird das 53. Duell zwischen Djokovic und Nadal, kein anderes Match hat es in der Geschichte des Profi-Tennis häufiger gegeben. Djokovic hat 27 dieser Matches gewonnen, Nadal 25.

Im Finale von Melbourne gab es diese Paarung erst einmal. 2012 dauerte es 5:53 Stunden, ehe Djokovic das Spiel 5:7, 6:4, 6:2, 6:7 (5:7), 7:5 für sich entscheiden konnte. Es ist bis heute das längste Endspiel der Grand-Slam-Historie.

tbe/sid



insgesamt 8 Beiträge
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schueler79 25.01.2019
1. Botschaft an Nadal
Beeindruckender Sieg, Djokovic hatte nur 5 Unforced errors, wahrscheinlich rekordverdächtig. Der arme Pouille konnte einem fast leidtun, war auch zu nervös und konnte nichts entgegensetzen. Gestern dachte ich noch Nadal machts, heute nicht mehr, nach dieser Vorstellung. Wird ein heißes Finale, da freu ich mich drauf.
kopi4 25.01.2019
2.
Ich hoffe Pouille hat sich nicht ernsthaft Hoffnungen auf den Sieg gemacht, dann kann er diese Klatsche vielleicht besser verarbeiten. Es gab etliche Spieler die,Dank glücklicher Umstände, in ein Halbfinale oder Finale eines Majors kamen, die dadurch geweckten Erwartungen aber nie umsetzen konnten. In Melbourne z.B. standen 2018 Chung und Edmund im Halbfinale,in Paris Cecchinato. Das einer der drei danach durchgestartet ist kann man nicht behaupten, das wird wohl auch auf Pouille und Tsitsipas am Ende des Jahres zutreffen.
july1969 25.01.2019
3.
Also ich mag die drei alten Herren ja wirklich und sehe auch alle drei gerne spielen und auch gewinnen. Zugegeben, wenn es hart auf hart kommt, ist Federer mein Favorit. Aber so langsam muß sich doch mal jemand im Altersbereich 22 bis 25 Jahre finden, der denen Paroli bieten kann? Der nicht wirklich, um sie dann mal zu schlagen, auf einen schlechten Tag von ihnen angewiesen ist. Gut, bei Federer scheint der Punkt jetzt langsam gekommen. Bei Nadal, noch mehr bei Djokovic, scheint es aber eher so zu sein, daß sie sich vom Rest wieder nach oben absetzen.
troy_mcclure 25.01.2019
4.
Zitat von july1969Also ich mag die drei alten Herren ja wirklich und sehe auch alle drei gerne spielen und auch gewinnen. Zugegeben, wenn es hart auf hart kommt, ist Federer mein Favorit. Aber so langsam muß sich doch mal jemand im Altersbereich 22 bis 25 Jahre finden, der denen Paroli bieten kann? Der nicht wirklich, um sie dann mal zu schlagen, auf einen schlechten Tag von ihnen angewiesen ist. Gut, bei Federer scheint der Punkt jetzt langsam gekommen. Bei Nadal, noch mehr bei Djokovic, scheint es aber eher so zu sein, daß sie sich vom Rest wieder nach oben absetzen.
Ich denke, Tsiparas wird in Kürze diese Rolle ausfüllen, was der kann, hat man im Turnierverlauf gesehen. Der muss noch ein wenig Erfahrung sammeln und dann wird das schon. Auch Zverev gefällt mir, aber bei dem habe ich immer das Gefühl, dass ihm der allerletzte Biss fehlt,weil er sich zu sehr auf sein Talent verlässt.
jean-baptiste-perrier 25.01.2019
5. Herren vs Jungs!
july1969 hat geschrieben: "Aber so langsam muß sich doch mal jemand im Altersbereich 22 bis 25 Jahre finden, der denen Paroli bieten kann?" ----------- Ja, das ist schon bezeichnend! Vor allem wir sprechen hier von einem Halbfinale bei einem Grand Slam Turnier. Also vier Spieler von anfänglich 128 (ohne Quali) welche sich als die momentan besten durchgesetzt haben. Pouille war ja auch schon mal Top Ten. Also nicht nur Tsitsipas, sondern auch Pouille gehört neben A. Zverev und Shapovalov zu denjenigen welchen, die in Zukunft ganz weit oben gesehen werden. Und dann gibt es nicht nur zwei glatte Dreisatz-Niederlagen, sondern jeweils einen Satz mit 6:0 (Höchststrafe) als besonderes i-Tüpfelchen und Demonstration der wahren Kräfteverhältnisse im Herren-Tennis. Wenn man dann noch dazurechnet, dass der Weltranglistenvierte und frischgebackene ATP-Champion Sascha Zverev zwei Sätze gegen einen (guten) Raonic komplett verpennt und dann trotz engerer Kiste im dritten insgesamt kläglich im Achtelfinale untergeht. Also was sagt uns das? Die ATP-Tour inklusive Master-Turnieren und ATP-Finale sind eine Welt. Da spielen die Big Old Boys auch zum Spaß mit und sind durchaus schlagbar. Aber eben nur, weil sie da nicht mit der gleichen Intensität und Konsequenz zu Werke gehen. Der Fokus auch vom Training her liegt auf den vier Grand Slam Turnieren. 14 Tage Best-of-Five trennen die Spreu vom Weizen. Die ganzen anderen Turniere sind nur Beiwerk und da machen die alten Herren nur Dienst nach Vorschrift, um bei den Grand Slam Turnieren ihr Top-Level präsentieren zu können. Also man wird noch sehr viel Geduld haben müssen und wahrscheinlich erst auf das komplette Abtreten aller Big Old Boys warten müssen bevor die Young Guns an die Grand Slam Pokale dürfen. Die sitzen alle inklusive Sascha Zverev noch an ihrem eigenen Katzen-Tisch (Kinder-Tisch) und kriegen ein paar ATP-Tour-Knochen hingeworfen. Knochen an denen die Big Old Boys nicht allzuviel Interesse haben. Hört euch bitte mal Saschas On-Court-Interview nach seinem Drittrunden-Match an und seine eigene Einschätzung zum Stand seiner körperlichen Entwicklung. Also was Sascha Zverev angeht, der braucht noch mindestens zwei, drei Jahre (womöglich mehr!) bevor er bei einem Grand Slam Turnier ernsthaft um den Titel mitspielen kann. Den Körper kann man trainieren. Ob er es mental packt, steht noch auf einem ganz anderen Blatt. Er macht Fortschritte, ist jedoch immer noch sehr weit weg von den Big Old Boys. Ein Federer kurz vor 40 (!) kommt langsam in Reichweite. Aber ein fitter Nadal und ein fitter Djokovic spielen bei den Grand Slam Turnieren in ihrer eigenen Liga!
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