Australian Open Carreño Busta rastet aus und nennt Schiedsrichter "Arschloch"

Beim Achtelfinale zwischen dem Japaner Kei Nishikori und Pablo Carreño Busta gab es eine kontroverse Entscheidung, die den Spanier in Rage versetzte - nach Spielende nahm er sich den Offiziellen vor.

Pablo Carreño Busta
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Pablo Carreño Busta


Als das Spiel vorbei war, gab Pablo Carreño Busta seinem Gegner noch die Hand, bevor er wütend seine Tasche auf das Spielfeld warf und in eine Schimpftirade verfiel. Auf dem Weg in die Umkleidekabine gab der Spanier wüste Beleidigungen ("Arschloch! Hurensohn!") von sich. Ziel seiner Verunglimpfungen war der Schiedsrichter Thomas Sweeney, der einen wichtigen Punkt zulasten des 27-Jährigen entschieden hatte.

Die spannende Achtelfinalpartie gegen Kei Nishikori ging über fünf Sätze und hatte eine dramatische Schlussphase. Im Match-Tie-Break führte Carreño Busta 8:5 gegen den Japaner, als die umstrittene Entscheidung das Spiel drehte. Ein Ball von Carreño Busta touchierte das Netz und landete in Nishikoris Hälfte.

Der Linienrichter gab den Ball aus, Nishikori spielte weiter und schlug den Ball zurück. Wie das Hawk-Eye zeigte, war der Ball jedoch knapp auf der Linie gelandet. Carreño Busta argumentierte mit dem Schiedsrichter, der Ballwechsel müsste wiederholt werden. Sweeney blieb bei der Entscheidung - und der Punkt bei Nishikori. Dieser gewann die nächsten drei Punkte und entschied das Match mit einem Ass.

Auf der anschließenden Pressekonferenz entschuldigte sich der 23. der Weltrangliste für sein Verhalten gegenüber dem Offiziellen: "Ich bin sehr traurig. Nachdem ich fünf Stunden lang gekämpft habe, war meine Art und Weise, den Platz zu verlassen, nicht korrekt", sagte Carreño Busta. Dennoch beharrte er darauf, der Schiedsrichter hätte falsch entschieden.

Am Ende hatte sich Nishikori, der Achte der Weltrangliste, mit 6:7, 4:6, 7:6, 6:4, 7:6 gegen seinen Kontrahenten durchgesetzt. Das Match dauerte 5:05 Stunden. Der Japaner hat nun in zwei von vier Runden bei den Australian Open das Match noch gedreht, nachdem die ersten beiden Sätze verloren gingen. Insgesamt kommt er in den ersten vier Partien des Turniers auf 13:47 Stunden. "Ich habe das Gefühl, dass das nicht genug ist", sagte Nishikori nach dem Achtelfinale: "Heute war das schwierigste Match. Ich werde versuchen, mich morgen gut zu erholen."

Djokovic kommt Rekordsieg einen Schritt näher

Im Viertelfinale trifft Nishikori auf Novak Djokovic, der den Russen Daniil Sergejewitsch Medwedew 6:4, 6:7, 6:2, 6:3 besiegte. Für den Weltranglistenersten aus Serbien war es ein mühsamer Sieg - erst im dritten Satz baute der 22-jährige Medwedew ab, der in Melbourne bislang ohne Satzverlust geblieben war.

Ein siebter Titel würde Djokovic zum Rekordsieger der Australian Open machen. Aktuell teilt er sich den Bestwert mit Roy Emerson und Roger Federer, der am Sonntag überraschend gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas ausgeschieden war.

mrk/dpa/sid/ap



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takvor 21.01.2019
1. Live
Ich habe das Spiel live auf dem Margaret Court Arena gesehen, einfach verrückt!!! Super Spiel mit viel Qualität!!! Der Schiedsrichter hatte im 1.Satz auch einen Fehler im Nachteil von Pablo Carreno Busta entschieden, hat sich aber im Nachhinein korrigiert.
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