Australian Open Federer müht sich in die dritte Runde

Auf der Jagd nach dem Rekordsieg: Roger Federer hat gegen Daniel Evans kämpfen müssen. Überraschend ausgeschieden ist Top-Ten-Spieler Kevin Anderson.

Roger Federer
LUKAS COCH/EPA-EFE/REX

Roger Federer


Titelverteidiger Roger Federer hat es mit einiger Mühe in die dritte Runde der Australian Open geschafft. Der Schweizer siegte 7:6 (7:5), 7:6 (7:3), 6:3 gegen den Briten Daniel Evans, der in der Weltrangliste auf dem 189. Platz steht und durch die Qualifikation musste. Der Sieg über Evans war Federers 16. nacheinander in Melbourne, er hatte hier 2017 und 2018 gewonnen.

Evans war vor einer Dopingsperre wegen Kokainkonsums schon einmal die Nummer 41 der Welt und Davis-Cup-Sieger. Er lag im ersten Tiebreak zwischenzeitlich 5:3 vorne und half Federer dann mit zwei Volleyfehlern zurück ins Spiel. Im zweiten Durchgang wehrte er beim Stand von 3:5 die ersten beiden Satzbälle von Federer ab. Der 37-Jährige setzte sich nach 2:35 Stunden durch.

"Er hat sehr gut gespielt, es war für mich nicht leicht, mich abzusetzen", sagte Federer, der die beiden Duelle zuvor mit Evans deutlich gewonnen hatte: "Ich war glücklich darüber, den ersten Satz gewonnen zu haben. Das war wichtig." Mit einem siebten Triumph wäre Federer alleiniger Rekordsieger in Australien und würde seinen 100. Turniersieg und seinen 21. Grand-Slam-Titel holen.

Anderson überraschend ausgeschieden

Der zweimalige Grand-Slam-Finalist Kevin Anderson aus Südafrika ist hingegen überraschend in der zweiten Runde ausgeschieden. Der Weltranglistensechste unterlag dem 20 Jahre alten Frances Tiafoe (USA) 6:4, 4:6, 4:6, 5:7. Anderson, der 2017 das Finale der US Open und 2018 das Endspiel von Wimbledon erreicht hatte, ließ sich während des Matches am Unterarm behandeln.

Anderson ist nach John Isner aus den USA der zweite Top-Ten-Spieler, der beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres früh ausgeschieden ist. Eine Runde weiter ist dagegen Vorjahresfinalist Marin Cilic aus Kroatien, der beim 7:5, 6:7 (9:11), 6:4, 6:4 gegen den US-Amerikaner Mackenzie McDonald allerdings auch mehr Mühe hatte als erwartet.

Die ehemalige US-Open-Siegerin Sloane Stephens hat die dritte Runde erreicht. Die Nummer fünf der Tennis-Weltrangliste siegte 6:3, 6:1 gegen Timea Babos aus Ungarn. Trotz des am Ende klaren Ergebnisses stand der Erfolg erst nach 1:35 Stunden fest. Stephens erreichte im vorigen Jahr das Endspiel der French Open und bereits 2013 das Halbfinale der Australian Open.

bka/sid



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