Australian Open Schüttler siegt im Duell der Finalisten

Guter Auftakt für die deutschen Tennis-Profis beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Rainer Schüttler und Philipp Kohlschreiber hatten wenig Mühe, die zweite Runde zu erreichen. Ein Favorit kann dagegen bereits die Heimreise antreten.


Melbourne - Kohlschreiber bezwang zwei Tage nach seinem Turniersieg in Auckland/Neuseeland den Kroaten Roko Karanusic 6:4, 7:6 (7:5), 6:1. Nächster Gegner des an Nummer 29 gesetzten Deutschen ist am Mittwoch der Russe Igor Koroljew. Kohlschreiber folgte in Melbourne Rainer Schüttler, Michael Berrer, Angelique Kerber und Sandra Klösel in die nächste Runde.

Tennis-Profi Schüttler: Keine Probleme zum Auftakt
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Tennis-Profi Schüttler: Keine Probleme zum Auftakt

Der 31 Jahre alte Schüttler gewann das Duell zweier ehemaliger Australian-Open-Finalisten gegen Arnaud Clement 6:4, 6:2, 6:7 (3:7), 6:4 und trifft nun in Gilles Simon erneut auf einen Franzosen. 2003 war Schüttler im Endspiel an Andre Agassi gescheitert, zwei Jahre zuvor hatte Clement ebenfalls gegen Agassi den Kürzeren gezogen.

Berrer setzte sich gegen den US-Amerikaner Donald Young 6:7, (5:7), 7:6 (7:4), 6:3, 7:6 (7:5) durch. Er trifft nun auf Andy Roddick. Fed-Cup-Spielerin Angelique Kerber bezwang Maret Ani aus Estland 0:6, 6:3, 6:2.

Ausgeschieden sind dagegen Mischa Zverev und Tatjana Malek. Der 20 Jahre alte Hamburger Zverev verpasste nur knapp einen Coup gegen den Weltranglisten-Zwölften Tommy Robredo aus Spanien. Trotz 2:0-Satzführung musste sich der in Moskau geborene Linkshänder noch 6:4, 6:2, 6:7 (2:7), 4:6, 5:7 geschlagen geben. Malek verlor bei ihrem Australian-Open-Debüt überraschend deutlich 2:6, 2:6 gegen die Russin Jaroslawa Schwedowa.

Überraschend gescheitert ist auch der an Nummer neun gesetzte Andy Murray aus Schottland nach einem 5:7, 4:6, 6:0, 6:7 (5:7) gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga.

Mühe hatten die an Position drei gesetzte Serbin Jelena Jankovic bei ihrem 2:6, 6:2, 12:10-Erfolg gegen Tamira Paszek aus Österreich sowie die ehemalige Weltranglisten-Erste Lindsay Davenport beim 6:2, 3:6, 7:5 gegen Sara Errani aus Italien. In Runde zwei könnte die US-Amerikanerin Davenport nun auf die Russin Maria Scharapowa treffen.

Hingis akzeptiert Doping-Urteil

Am ersten Turniertag wurde zudem bekannt, dass die wegen Kokain-Dopings für zwei Jahre gesperrte ehemalige Weltranglisten-Erste Martina Hingis keine Berufung gegen das Urteil einlegen und nicht vor den Internationalen Sportgerichtshof (Cas) ziehen wird. Das bestätigte der Vorsitzende der Tennis-Spielervereinigung WTA, Larry Scott. "Ich habe in der vergangenen Woche mit ihr gesprochen und sie hat mir gesagt, dass sie nicht den Cas anrufen wird", sagte Scott in Melbourne.

Die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin Hingis war am 29. Juni 2007 während des Turniers in Wimbledon positiv auf Kokain getestet worden. Im November hatte die 27-Jährige ihr Doping-Vergehen öffentlich gemacht und ihren sofortigen Rücktritt vom Leistungssport verkündet. Hingis beteuerte stets ihre Unschuld und hatte ursprünglich angekündigt, gegen das Ergebnis der Probe und die Sperre juristisch vorzugehen.

pav/dpa



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