Sieg im Schwester-Finale Serena Williams gewinnt Australian Open

Ausgerechnet gegen Schwester Venus: Serena Williams hat sich bei den Australian Open den 23. Grand-Slam-Titel ihrer Karriere gesichert - und damit Steffi Graf überholt.
Serena Williams

Serena Williams

Foto: EDGAR SU/ REUTERS

Es ist eine historische Leistung: Tennisstar Serena Williams hat das 23. Grand-Slam-Turnier ihrer Karriere gewonnen. Die 35-Jährige besiegte im Endspiel der Australian Open ihre ein Jahr ältere Schwester Venus in zwei Sätzen 6:4, 6:4. Damit überholte die US-Amerikanerin Steffi Graf, die in ihrer Profizeit 22 Major-Titel gewann und bislang die erfolgreichste Spielerin der Profi-Ära (ab 1968) war. All-Time-Spitzenreiterin bleibt Margaret Smith Court (24 Major-Titel). Zudem löst Williams Vorjahresgewinnerin Angelique Kerber als Weltranglisten-Erste ab.

"Ich habe gebetet und gebetet, dass es klappt. Es war ein ganz hartes Turnier für mich", sagte Serena Williams und dankte bei der Siegerehrung ihrer Schwester: "Sie ist meine Inspiration. Sie ist der einzige Grund, warum ich hier stehe. Ohne Venus würde es die Williams-Sisters gar nicht geben."

Nach 1:22 Stunden verwandelte Serena Williams vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Rod-Laver-Arena ihren ersten Matchball und ist mit 35 Jahren und 125 Tagen die bislang älteste Major-Gewinnerin der Geschichte.

Venus (li.) und Serena Williams (re.)

Venus (li.) und Serena Williams (re.)

Foto: Dita Alangkara/ AP

Durch ihren siebten Coup beim ersten Grand-Slam-Event der Saison wird die Wimbledonsiegerin am Montag auch wieder die Nummer eins der Welt sein. Serena Williams wird Kerber von der Spitze des WTA-Rankings verdrängen, die den Platz an der Spitze am 12. September 2016 nach ihrem US-Open-Sieg erstmals und für insgesamt 19 Wochen übernommen hatte. Die Deutsche war im Achtelfinale an Coco Vandeweghe aus den USA gescheitert.

Es war das erste Mal seit knapp acht Jahren, dass sich Serena und Venus Williams wieder im Finale eines Grand-Slam-Turniers gegenüberstanden - der 28. Sister Act seit 1998 insgesamt.

jan
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