Bahnrad-Weltmeister Kluge Landung um 11.20 Uhr, WM-Titel um 15.58 Uhr

Nur dreieinhalb Stunden vor dem WM-Mannschaftszeitfahren reiste Roger Kluge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an. An der Seite von Theo Reinhardt gewann er dennoch den Weltmeistertitel.

Roger Kluge (links) und Theo Reinhardt
DPA

Roger Kluge (links) und Theo Reinhardt


Das deutsche Bahnrad-Duo Roger Kluge und Theo Reinhardt hat bei der WM im polnischen Pruszków das Zweier-Mannschaftszeitfahren (Madison) gewonnen. Dabei war Kluge erst am Sonntagmorgen von der UAE-Tour in den Vereinigten Arabischen Emiraten angereist, bei der er auf der Straße für sein Team Lotto-Soudal gestartet war.

Um 11.20 Uhr landete Kluges in Dubai gestarteter Flieger auf Warschaus Flughafen Chopin. Nur drei Stunden und 47 Minuten später, um 15.07 Uhr startete er im 20 Autominuten entfernten Pruszków in das Rennen. "Ich bin froh, dass es funktioniert hat. Es war ein großartiger Tag", sagte Kluge.

Trotz der Reisestrapazen dominierten Kluge und Reinhardt das Rennen. Zwar hielten sie sich die ersten 50 Runden noch zurück, gemeinsam mit den Polen zogen sie dann aber davon. Durch den ersten von drei Rundengewinnen holte sich das deutsche Duo nach 75 Runden 20 Punkte.

Auch im weiteren Rennverlauf sammelten Kluge und Reinhardt Punkte. Gegen Ende des Rennens gerieten sie durch die Dänen zwar noch einmal unter Druck. Mit dem letzten Rundengewinn fünf Runden vor Schluss war die Entscheidung aber gefallen. Mit 105 Punkten verwiesen die deutschen Titelverteidiger Dänemark (84) und Belgien (82) nach 50:38 Minuten auf die Plätze zwei und drei.

Am letzten Tag der WM holte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) mit dem Erfolg die sechste Medaille in Polen. Zuvor hatte die deutsche Auswahl zweimal Silber und dreimal Bronze gewonnen. Nach dem schweren Unfall der zweimaligen Olympiasiegerin Kristina Vogel im vergangenen Juni und ihrem folgenden Karriereende kam der BDR nicht an die Bilanz des Vorjahres heran.

hba/sid



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spon-facebook-830968780 03.03.2019
1. Schön - aber leider falsch
Schön, dass der Spiegel auch mal der "Nischensportart" (in der Deutschland zu den erfolgreichsten Nationen gehört) einen Artikel widmet - aber das Zweier-Mannschaftsfahren ist kein "Mannschaftszeitfahren". Ein solches gibt es nur auf der Straße, und ein "Zeitfahren" ist es schon mal gar nicht
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