US-Baseball Schlagmann von 145-km/h-Wurf im Gesicht getroffen

Der Ball kam schnell, der Schlagmann verschätzte sich: Charlie Culberson bekam im Spiel gegen die Washington Nationals einen Fastball mit voller Wucht ins Gesicht. Sein Manager betete für ihn.

Da kommt der Ball: Charlie Culberson von den Atlanta Braves wird im Gesicht getroffen
ERIK S LESSER/EPA-EFE/REX

Da kommt der Ball: Charlie Culberson von den Atlanta Braves wird im Gesicht getroffen


Schrecksekunde im amerikanischen Profi-Baseball: Schlagmann Charlie Culberson von den Atlanta Braves wurde im Spiel bei den Washington Nationals von einem 145 km/h schnellen Wurf mitten im Gesicht getroffen und ging unter Schmerzen zu Boden.

Culberson wird von der Wucht des Treffers nach hinten geworfen
ERIK S LESSER/EPA-EFE/REX

Culberson wird von der Wucht des Treffers nach hinten geworfen

Er hatte versucht, den Ball mit einer speziellen Technik zu treffen, bei der der Schläger nicht geschwungen, sondern nur gehalten wird, sodass der Ball kurz abprallt ("bunt"). Doch der Ball sauste über seinen Schläger und traf Culberson mit solcher Wucht, dass er nach hinten geworfen wurde.

Der Wurf des Pitchers Fernando Rodney war ein sogenannter Fastball, der oft Geschwindigkeiten von 140 km/h erreicht, gelegentlich werden die Bälle bis zu 160 km/h schnell. Die Bälle haben einen Kern aus Gummi oder Kork und sind mit Garn und Leder umwickelt - ein hartes Geschoss, knapp 150 Gramm schwer.

Während Culberson behandelt wurde, knieten Spieler beider Mannschaften betroffen nieder und verbargen das Gesicht in den Händen.

Ein Helfer presst ein Handtuch auf Charlie Culbersons Wunde
Manuel Balce Ceneta/AP

Ein Helfer presst ein Handtuch auf Charlie Culbersons Wunde

"Wir haben für ihn und seine Familie gebetet. Das war ziemlich fürchterlich", sagte Braves-Manager Brian Snitker. Da der Wurf als Strike gegen Schlagmann Culberson gewertet wurde, protestierte Snitker heftig - und wurde des Feldes verwiesen.

Nach längerer Behandlung wurde der aus der Nase blutende, aber offenbar nicht schwerer verletzte Culberson aus dem Stadion gefahren und gab selbst via erhobenem Daumen Entwarnung in Richtung des Pitchers Fernando Rodney, der ihn getroffen hatte.

Für die Braves hatte der Tag noch ein Happy End: Mit dem 10:1 in Washington qualifizierte sich das Team aus Georgia als zweites Team nach den Los Angeles Dodgers für die Playoffs.

oka/sid/Reuters

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