Basketball Alba Berlin trennt sich von Trainer Caki

Ahmet Caki ist kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit als Trainer von Alba Berlin entlassen worden. Ein Interimscoach ist schon gefunden. Er soll die Saison für die Berliner Basketballer retten.

Ahmet Caki
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Ahmet Caki


Alba Berlin hat sich von seinem Trainer Ahmed Caki getrennt. Der achtfache deutsche Basketball-Meister hat damit nur zwei Spieltage vor Ende der regulären Saison auf die anhaltenden sportlichen Probleme reagiert. Alba ist zwar bereits sicher für die Playoffs qualifiziert, steht aktuell aber nur auf Platz sechs. Und damit droht schon in der ersten Runde ein Duell gegen die Titelfavoriten Brose Bamberg oder Bayern München. Und so folgte die Entlassung auf die jüngste Niederlage beim Tabellenzwölften Bremerhaven (92:100).

"Das ist ein sehr bedauerlicher Schritt, denn Ahmet Caki ist ein guter Trainer und Alba Berlin ist kein Klub der leichtfertigen Entscheidungen", sagte Geschäftsführer Marco Baldi. Neben Caki musste auch dessen Assistent Fatih Emre Gezer gehen. Der bisherige Co-Trainer Thomas Päch übernimmt das Team bis zum Ende der Saison.

Die sportlichen Probleme gibt es schon lange: Unter dem Nachfolger von Sasa Obradovic offenbarten die Berliner vom ersten Spieltag an Schwächen in der Defensive. Aus den vergangenen zehn Bundesliga-Spielen holten die Berliner nur drei Siege, dazu blieb sowohl im EuroCup als auch im Pokal der Erfolg aus. Und nun droht eben ein schwieriger Gegner in den Playoffs: Um Bamberg und den Bayern aus dem Weg zu gehen, braucht Alba mindestens den fünften Tabellenplatz. Dort stehen aktuell die punktgleichen Telekom Baskets Bonn (34:26 Punkte).

Dass es auch mit Caki für Platz fünf reichen könnte, daran glaubten die Klubbosse nicht mehr: Der Trainer habe "nicht mehr genügend Einfluss auf die Mannschaft", sagte Baldi. "Wir mussten nun einen harten Schnitt machen", sagte Sportdirektor Himar Ojeda, "denn wir wollen die verbleibenden Spiele nutzen, um uns eine bestmögliche Platzierung für das Play-off zu erkämpfen."

Das soll mit Päch gelingen. Der 34-Jährige aus San Salvador wuchs in Berlin auf und arbeitete von 2005 bis 2010 für Albas Jugend- und Regionalligamannschaft. Danach war er für fünf Jahre Assistenztrainer von Henrik Rödl beim Bundesligisten TBB Trier. Im Sommer 2015 kehrte er nach Berlin zurück, wo er seitdem als Assistenztrainer der ersten Mannschaft tätig war.

Am Samstag gastieren die Berliner bei den Skyliners aus Frankfurt (aktuell Zehnter), im letzten Spiel empfängt Alba am Montag die MHP Riesen Ludwigsburg (Achter).

aev/sid

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