Basketball-EM Grieche wollte deutsche Schiedsrichter beeinflussen

Vor dem Spiel gegen Montenegro hat ein griechischer Offizieller versucht, die deutschen Schiedsrichter zu bestechen. Die meldeten den Vorfall sofort. Griechenlands Verband muss Strafe zahlen, sportliche Konsequenzen bleiben aber aus.

Griechenland gegen Montenegro: Anruf beim deutschen Schiedsrichter
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Griechenland gegen Montenegro: Anruf beim deutschen Schiedsrichter


Hamburg - Bei der Basketball-Europameisterschaft in Litauen hat es einen Bestechungsversuch gegeben. Ein Mitglied der griechischen Delegation kontaktierte vor dem Vorrundenspiel zwischen Griechenland und Montenegro (71:55) am 3. September den deutschen Schiedsrichter Robert Lottermoser telefonisch und versuchte so, auf Lottermoser und sein Team Einfluss zu nehmen. Das bestätigte der Europäische Basketball Verband (Fiba). Die Schiedsrichter meldeten den Vorfall jedoch umgehend.

Die Konsequenz: Eine Geldstrafe von fast 10.000 Euro für den griechischen Verband und die Verbannung des Beschuldigten aus der Delegation. Ein Fiba-Sprecher wies aber daraufhin, dass es sich nicht um "Bestechung", sondern lediglich um den "Versuch unerlaubter Einflussnahme" gehandelt habe. Sportliche Konsequenzen muss das griechische Team nicht befürchten.

Am Abend trifft Griechenland in seinem ersten Zwischenrundenspiel auf Slowenien. Mit einem Sieg und einer Niederlage war das Team von Trainer Ilias Zouros in die Zwischenrunde eingezogen. Derweil hat die deutsche Nationalmannschaft kaum noch Chancen auf das Erreichen des Viertelfinals. Nach der knappen Niederlage gegen Spanien, müsste das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann schon beide noch ausstehenden Spiele gegen die Türkei und Littauen gewinnen um die nächste Runde zu erreichen.

con/dapd



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