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Basketball-Eurocup Aufholjagd lässt Alba hoffen

Alba Berlin träumt weiterhin vom Halbfinale des Eurocups. Der deutsche Basketball-Krösus überwand im Viertelfinal-Hinspiel einen hohen Rückstand bei Hapoel Jerusalem und verlor letztlich nur mit sechs Punkten Differenz. "Jetzt haben wir alle Möglichkeiten", sagte Sportdirektor Harnisch.

Hamburg - Der achtmalige deutsche Basketball-Meister Alba Berlin muss im Eurocup um den Einzug in die Endrunde bangen. Der Tabellenführer der Bundesliga verlor im Hinspiel des Viertelfinalduells gegen Hapoel Jerusalem in Israel 61:67 - zur Pause hatten die Berliner schon 18:30 zurückgelegen. "Das war eines der intensivsten Spiele, bei dem ich dabei war", sagte Albas Sportdirektor Henning Harnisch der "B.Z.", "es war ein richtiger Hexenkessel."

Im Rückspiel am kommenden Mittwoch (Aufzeichnung bei Eurosport 2 um 22.45 Uhr) müssen sie vor heimischem Publikum einen Sieg mit mehr als sechs Punkten Differenz erspielen, um sich für die Endrunde der letzten vier Mannschaften am 17. und 18. April im spanischen Vitoria zu qualifizieren. Sollte Alba jedoch mit genau sechs Punkten Vorsprung gewinnen, kommt es zur Verlängerung.

"Das Ergebnis ist in Ordnung und lässt uns alle Möglichkeiten für das Rückspiel offen. Jeder weiß, dass im Basketball sechs Punkte innerhalb von 40 Sekunden aufgeholt sein können", sagte Albas Geschäftsführer Marco Baldi. Auch Trainer Luka Pavicevic blickt dem Rückspiel mit Optimismus entgegen: "Wir müssen uns klar machen, dass wir nach der Hälfte der gespielten Zeit nur sechs Punkte zurückliegen. Druck ist Teil dieses Spiels. Wir müssen die Partie wie jedes andere auch angehen". Zuversicht schöpft der Verein auch aus der Unterstützung des Berliner Publikums. "Der Vorverkauf lief sehr sehr gut. Wir können von einer vollen Halle ausgehen", sagte Baldi. Knapp 15.000 Zuschauer erwarten die Berliner zur zweiten Partie.

In Jerusalem drohte Alba vor rund 2300 Zuschauern in der ausverkauften Malha-Arena zu Beginn ein Debakel. Die Berliner, bei denen Spielmacher Rashad Wright nach zweiwöchiger Verletzungspause wieder mitspielte, fanden bis ins dritte Viertel hinein kaum ein Mittel gegen die starke Verteidigung der Gastgeber und lagen nach 24 Minuten sogar schon 21:41 hinten. Doch dann läutete Alba, angetrieben vom treffsicheren Derrick Byars, eine Aufholjagd ein - zum Sieg langte es aber nicht mehr. "Wir sind ruhig geblieben und haben jetzt in eigener Halle alle Möglichkeiten", sagte Harnisch.

Die meisten Punkte für die Berliner erzielten Byars mit 17, ihm folgte Blagota Sekulic mit 14 Zählern. Bei Hapoel überragte Brandon Hunter, den die Alba zu keinem Zeitpunkt in den Griff bekam, mit 23 Punkten. Der frühere Berliner Dijon Thompson erzielte gegen seinen ehemaligen Club zwölf Zähler.

mpl/dpa