College-Basketball Zweiter Titel für Nationalspieler Giffey

Krönung im letzten Spiel der College-Karriere: Niels Giffey hat mit der Universität von Connecticut seine zweite NCAA-Meisterschaft gewonnen. Wohin der Basketball-Nationalspieler nun wechseln wird, ist noch unklar.

Niels Giffey (Mitte), UConn-Mitspieler: 60:54 im Finale
AFP

Niels Giffey (Mitte), UConn-Mitspieler: 60:54 im Finale


Hamburg - Der deutsche Basketball-Nationalspieler Niels Giffey hat mit dem Team der Universität von Connecticut (UConn) die prestigeträchtige College-Meisterschaft in den USA gewonnen. Im Finale des NCAA-Turniers setzten sich die UConn Huskies in Arlington im US-Bundesstaat Texas vor knapp 80.000 Zuschauern 60:54 (35:31) gegen die Universität von Kentucky durch. Der zweite Deutsche bei Connecticut, Leon Tolksdorf, kam nicht zum Einsatz.

Der 22-jährige Giffey traf drei seiner sieben Würfe aus dem Feld und hatte mit zehn Punkten, fünf Rebounds und einem Block entscheidenden Anteil am Erfolg seiner Mannschaft. Bereits in seiner ersten College-Saison 2011 hatte er mit UConn den Titel geholt.

Giffey ist erst der zweite Deutsche nach Christian Ast (Duke, 1991 und 1992), der gleich zweimal in der NCAA triumphierte. Einen Titel holten zuvor jeweils Magnus Pelkowski (Indiana, 1987), Henrik Rödl (North Carolina, 1993) und Enosch Wolf, 2011 an der Seite von "Freshman" Giffey.

Für den Nationalspieler Giffey war es nach vier Jahren das letzte Spiel seiner College-Karriere. Giffey wird höchstwahrscheinlich Profi werden, sein Heimatclub Alba Berlin will ihn angeblich zurückholen, auch Meister Brose Baskets Bamberg soll Interesse haben. Giffey durfte sich bislang aufgrund der NCAA-Regularien nicht zu einem möglichen Arbeitgeber nach der Saison äußern, um seinen Amateur-Status nicht zu gefährden.

Im Endspiel ging Connecticut nach 19 Sekunden in Führung und gab diese nicht mehr ab. Knapp sechs Minuten vor Ende der ersten Hälfte konnten sich die Huskies sogar bis auf 15 Punkte absetzen, doch mit einem 16:5-Lauf kam Kentucky bis zur Pause wieder auf vier Zähler heran.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich eine packende Partie, in der die Huskies immer wieder eine Antwort fanden, um die Führung zu verteidigen. Eine Vorentscheidung fiel gut sechs Minuten vor Schluss, als Shabazz Napier und Giffey mit aufeinanderfolgenden Dreiern einen 8:0-Lauf Kentuckys stoppten. In einer hektischen Schlussphase behielt Connecticut die Nerven und sicherte sich den vierten Titel in der Geschichte der Universität.

Bester Werfer der Huskies im Finale war Napier mit 22 Punkten, für den Star-Guard war es ebenfalls der zweite Titel. Napier wurde im Anschluss als herausragendster Spieler (MOP) des Final Fours ausgezeichnet.

max



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