Basketball-WM Spanien wirft Griechenland aus dem Turnier

Es war ein hochklassiges Achtelfinale - am Ende setzte sich der Titelverteidiger durch: Spanien hat Griechenland bei der Basketball-WM in der Türkei besiegt, bester Werfer war ein ehemaliger NBA-Profi. Als nächster Gegner wartet das serbische Team.

Spanier Navarro (l.): Klarer Erfolg gegen die Griechen
AFP

Spanier Navarro (l.): Klarer Erfolg gegen die Griechen


Hamburg - Titelverteidiger Spanien und Vize-Europameister Serbien stehen bei der Basketball-Weltmeisterschaft in der Türkei im Viertelfinale. Die Spanier setzten sich in einer Neuauflage des Endspiels von 2006 am Samstag in Istanbul gegen Griechenland 80:72 durch. Die Griechen verpassten die Revanche für die bittere Endspielniederlage, obwohl sie noch im dritten Viertel in Führung gelegen hatten.

Gegen die Griechen tat sich das spanische Team deutlich schwerer als noch vor vier Jahren, als es den Gegner beim 70:47-Sieg vorgeführt hatte.

Die Partie war bis zum Beginn des Schlussviertels (52:51) ausgeglichen, beide Mannschaften hatten mit guten Wurfquoten geglänzt. Am Ende setzte sich Spanien dank einer starken Schlussphase und eines überragenden Juan Carlos Navarro (22 Punkte) durch. Der Spieler des FC Barcelona hatte von 2007 bis 2008 für die Memphis Grizzlies in der nordamerikanischen Profiliga NBA gespielt.

Am frühen Abend hatte sich bereits die Mannschaft aus Serbien in einer spannenden Partie für das Viertelfinale qualifiziert. Der Vize-Europameister setzte sich gegen Kroatien 73:72 (34:36) durch.

Marko Popovic, mit 21 Zähler bester Korbjäger im kroatischen Team, glich in der spannenden Schlussphase fünf Sekunden vor dem Ende mit zwei Freiwürfen zum Stand von 72:72 aus. Als alles schon nach einer Verlängerung aussah, entschieden die Unparteiischen eine Sekunde vor Ende der Partie jedoch auf Foul an Aleksandr Rasic. Der Serbe verwandelte den ersten Freiwurf zur 73:72-Führung. Den zweiten Versuch setzte er absichtlich daneben, damit die Uhr runterlaufen konnte.

Bester Werfer für Serbien war Nenad Krstic mit 16 Punkten. Die Serben, in der Vorrundengruppe A trotz einer 81: 82-Niederlage gegen die später ausgeschiedene deutsche Mannschaft Gruppensieger, erwischten einen schlechten Start und lagen nach dem ersten Viertel bereits 19:27 zurück. Dank eines schlechten zweiten Durchgangs der Kroaten (9:15) fand Serbien aber wieder zurück ins Spiel.

jok/mti/sid/dpa



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