Basketball-WM USA mit Mühe im Halbfinale, Litauen locker

Bei der Basketball-WM in der Türkei sind die USA nach einer zumindest in der ersten Hälfte hart umkämpften Partie gegen Russland ins Halbfinale eingezogen. Dabei ragte besonders Kevin Durant heraus. Der Gegner in der Vorschlussrunde heißt Litauen.

US-Basketballer Westbrook (l.): Schwache erste Hälfte
AFP

US-Basketballer Westbrook (l.): Schwache erste Hälfte


Hamburg - Kevin Durant hat das US-Team bei der Basketball-Weltmeisterschaft in der Türkei ins Halbfinale geführt. Der Superstar der Oklahoma City Thunder war am Donnerstagabend in Istanbul beim 89:79 (44:39)-Sieg der US-Amerikaner gegen Russland im Viertelfinale mit 33 Punkten bester Werfer. Bei den Russen konnten auch 17 Zähler von Sergej Bykow das Ausscheiden nicht verhindern.

Exakt 38 Jahre nach dem historischen Duell bei den Olympischen Spielen, als die Russen im Finale von München durch ein 51:50 Gold gewannen, taten sich die NBA-Profis in der ersten Halbzeit schwer und führten zur Pause lediglich mit fünf Punkten. Nach dem Seitenwechsel zogen die US-Amerikaner aber das Tempo an und entschieden die Partie im dritten Viertel (26:17) für sich. "Ich gratuliere der russischen Mannschaft zu einer tollen Leistung. Sie hat uns das Leben schwer gemacht", sagte US-Coach Mike Krzyzewski.

Neben Durant trafen für das siegreiche US-Team, das letztmals vor 16 Jahren den WM-Titel gewann, noch Chauncey Billups (15 Punkte) und Russel Westbrook (12) zweistellig. Es war das fünfte Duell zwischen beiden Teams seit dem Ende der früheren Sowjetunion. Vier Mal gewannen dabei die US-Amerikaner. Lediglich bei der WM 1998 setzte es für die USA eine Niederlage.

Die USA treffen am Samstag in der Runde der letzten Vier auf Litauen. Im zweiten Halbfinale spielt Serbien ebenfalls am Samstag gegen die Türkei.

Litauen deklassierte Geheimfavorit Argentinien 104:85 (50:30). Schon zur Pause hatten die Osteuropäer mit einer überragenden Dreier-Quote (acht von zehn Versuchen) einen großen Vorsprung herausgeworfen. Gleich sieben Spieler trafen zweistellig, bester Schütze war Simas Jasaitis mit 19 Punkten.

Bei den Südamerikanern konnte auch Carlos Delfino mit 25 Zählern das Aus nicht verhindern. Turnier-Topscorer Luis Scola von den Houston Rockets blieb mit 13 Punkten deutlich unter seinen Möglichkeiten. Im bisherigen Turnierverlauf hatte der 30-Jährige im Schnitt 30,3 Zähler pro Partie gemacht.

jar/dpa/sid



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