Finale in Spanien Keine Chance für Serbien - USA sind Basketballweltmeister

Fünf Minuten konnten die Serben dagegenhalten, dann übernahmen die USA: Die NBA-Stars haben bei der Basketball-WM ihre Überlegenheit demonstriert und den Titel souverän verteidigt.
US-Power-Forward Cousins: Deutlicher Sieg im Finale

US-Power-Forward Cousins: Deutlicher Sieg im Finale

Foto: AP/dpa

Hamburg - Die USA sind ihrem Favoritenstatus bei der Basketballweltmeisterschaft in Spanien gerecht geworden: Mit einer starken Leistung im Finale (129:92) sicherten sich die Amerikaner zum fünften Mal den Titel, Serbien konnte nur in der Anfangsphase mithalten.

Obwohl sie ohne die Superstars LeBron James, Kevin Durant und Carmelo Anthony angereist waren, dominierten die USA die gesamte Weltmeisterschaft. Einzig Spanien wurde zugetraut, der Athletik und Schnelligkeit der Amerikaner etwas entgegenzusetzen. Doch die Gastgeber waren überraschend im Viertelfinale an Frankreich gescheitert.

Die USA gewannen alle ihre WM-Spiele deutlich. Im Finale zeigte Kyrie Irving eine überragende Leistung. Der Aufbauspieler erzielte 26 Punkte und traf sechs von sechs Dreiern.

Die Serben begannen stark. Angeführt von Milos Teodosic übernahmen die Außenseiter die Führung. Nach vier Minuten stand es 15:7, die US-Stars wirkten kurz beeindruckt. Doch dann kam Kyrie Irving. Der Star von den Cleveland Cavaliers erzielte im ersten Viertel 15 Punkte und führte sein Team zu einem 28:6-Lauf. Ebenfalls stark: Flügelspieler James Harden. Der Topscorer der USA bis zum Finale (13,1 Punkte pro Spiel) traf zwei Würfe, obwohl ihn ein Serbe gefoult hatte. Auch die Bonus-Freiwürfe landeten im Ziel und so führte Hardens Team nach zehn Minuten bereits 35:21.

Zweithöchstes Finalergebnis nach 1994

Auch im zweiten Viertel überrannten die Amerikaner das serbische Team. Kenneth Faried schloss mit einem beidhändigen Dunking ab - 44:26. Die Serben wirkten jetzt völlig verunsichert. Sie warfen nur noch aus der Distanz und leisteten sich zahlreiche Ballverluste.

Bei den USA überragten weiter Harden und Irving. Zusammen trafen sie in den ersten 20 Minuten sieben von acht Dreipunktewürfen und erzielten 35 Punkte - nur sechs weniger als Serbien insgesamt. So war das Spiel zur Halbzeit entschieden (67:41).

Im dritten und vierten Viertel spielten die Amerikaner dann noch ein wenig für die Galerie. Bereits vor dem Ende des dritten Abschnitts erhöhte Center Anthony Davis per Alley oop auf 100:65. Nacheinander wechselte US-Coach Mike Krzyzewski dann seine Stars aus und gab den Bankspielern Gelegenheit, Punkte zu sammeln. Nur beim Sieg der US-Amerikaner über Russland 1994 fiel ein WM-Finale deutlicher aus (137:91).

cte