BBL-Playoffs Meister Frankfurt und Bamberg im Endspiel

Titelverteidiger Opel Skyliners Frankfurt und Vizemeister GHP Bamberg bestreiten wie im Vorjahr die Finalserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft. Während die Bamberger im entscheidenden Halbfinale wenig Mühe hatten, mussten die Frankfurter bis zum Schluss kämpfen.


Frankfurter Ellis (m.): Endspiel, die Zweite
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Frankfurter Ellis (m.): Endspiel, die Zweite

Frankfurt am Main - Bamberg setzte sich in der Halbfinalserie "best of five" mit 88:56 (52:17) bei den Gießen 46ers ebenso mit 3:1 durch wie zwei Stunden zuvor die Skyliners. Das Team des türkischen Trainers Murat Didin gewann gegen seinen Meisterschafts-Vorgänger ALBA Berlin mit 70:68 (34:32) und fuhr damit ebenfalls den erforderlichen dritten Sieg ein.

Bis auf nervöse Anfangsminuten, in denen Berlin mit 6:3 in Führung ging (3.), waren die Frankfurter vor 4820 Zuschauern in der Ballsporthalle hoch konzentriert. Über den 8:8-Ausgleich (6.) zogen sie auf 15:8 und zu Beginn des zweiten Viertels unwiderstehlich auf 30:11 (15.) davon.

Die "Albatrosse" fanden überhaupt kein Rezept gegen die starke Skyliners-Verteidigung und blieben fast sieben Minuten ohne Korberfolg. Überhastete Würfe und leichtfertige Ballverluste der Berliner nutzten vor allem Frankfurts US-Boys Chris Williams unter dem Korb und Tyrone Ellis aus der Distanz. Doch mit einem 9:0-Lauf kam das Team von Trainer Henrik Rödl zunächst auf 30:20 (18.) und bis zur Pause dank zweier Drei-Punkte-Würfe von Martynas Mazeika auf 34:32 heran.

Nach dem Wechsel gingen die Gäste zum 38:37 (23.) wieder in Führung, die aber nicht lange Bestand hatte. Die Hessen kamen zurück ins Spiel, gingen 46:38 (25.) und bis zum Ende des dritten Viertels 57:51 in Front. Berlin glich postwendend zum 57:57 (33.) aus, ehe die Skyliners wieder mit 65:57 (35.) in Führung gingen. Wieder kam ALBA zurück (66:63/39.), doch als Mithat Demirel 40 Sekunden vor Schluss sein fünftes Foul kassierte, verwandelte Skyliners-Kapitän Pascal Roller ebenso zwei Freiwürfe wie Ellis 6,3 Sekunden vor Schluss.

In Gießen verlief das entscheidende Halbfinale indes weitaus einseitiger. Die mit ihren angeschlagenen Leistungsträgern Chuck Eidson (15) und Lou Campbell (12) angetretenen Gießener vermochten dieses Handicap in keiner Phase kompensieren. Vor 3.150 Zuschauern standen die Gastgeber in der ausverkauften Osthalle von Anfang an auf verlorenem Posten. Die Bamberger ließen sich die Chance auf den vorzeitigen Finaleinzug nicht entgehen, bereits zur Halbzeit führte die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann uneinholbar mit 52:17. Die Treffsichersten Schützen in den Reihen der Bamberger waren Demont Mallet (29) und Koko Archibong (15).

In der am Sonntag beginnenden Endspielserie gegen die Frankfurter, der Neuauflage des letzjährigen Finales, haben die Bamberger zuerst Heimrecht.



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