Nach rechten Facebook-Posts BDR-Funktionär unter Druck

Der Vizepräsident des Bunds Deutscher Radfahrer veröffentlichte offenbar monatelang rechtsextreme Inhalte auf seiner Facebook-Seite. Nach zunehmender Kritik löschte er die Beiträge.

Peter W. Streng
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Peter W. Streng


Fremdenfeindliche Beiträge auf Facebook haben den stellvertretenden Präsidenten des Bunds Deutscher Radfahrer (BDR) in Bedrängnis gebracht. Der 71-jährige Peter W. Streng teilte auf seiner privaten Facebook-Seite Beiträge rechtsextremer Seiten. Der Verband bestätigte den Sachverhalt SPIEGEL ONLINE und distanziert sich vom Funktionär. Streng selbst konnte für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.

Anfang der Woche postete Streng auf Facebook einen Link zum Rechtsaußen-Blog "Denken macht frei". Wie das Blog "Winkelsicht" dokumentiert, handelte es sich dabei nicht um einen Einzelfall. Bereits mehrfach hatte Streng rechte Thesen geteilt. Besonders die Behauptung, Flüchtlinge in Deutschland würden besser behandelt als der Rest der Bevölkerung, zog sich als durchgängiges Motiv durch seine Äußerungen.

Screenshot des Facebook-Posts von Peter W. Streng am 11. Oktober 2016
winkelsicht.blogspot.de

Screenshot des Facebook-Posts von Peter W. Streng am 11. Oktober 2016

Die Radsportabteilung des FC St. Pauli forderte den Rücktritt Strengs. Nachdem immer mehr Beschwerden über die Äußerungen des Funktionärs aufgetaucht waren, löschte Streng seine Posts und veröffentlichte auf seiner privaten Facebook-Seite eine (nicht mehr öffentlich zugängliche) Stellungnahme, in der er "rechtes Gedankengut" von sich wies: "Das Gegenteil ist der Fall." Sein Fehler sei "unterlassene Recherche", er habe sich nicht ausreichend über den Inhalt der von ihm verbreiteten Inhalte informiert.

Auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE sagte BDR-Generalsekretär Martin Wolf, der sich zurzeit bei der Rad-WM in Doha aufhält: "Radsport ist ein Bereich, in dem jeder Mensch unvoreingenommen aufgenommen wird, unabhängig von Religion, Nationalität, Geschlecht oder Herkunft." Die Satzung des Verbands verbiete "rassistische Bestrebungen".

Der BDR habe Streng aufgefordert, die umstrittenen Inhalte zu entfernen und sich von ihnen zu distanzieren. Streng habe "dies sofort umgesetzt". Auf einer Präsidiumssitzung am 18. Oktober wolle der Verband über mögliche weitere Konsequenzen beraten.

rae

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insgesamt 8 Beiträge
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Dale 14.10.2016
1. Ignazio Silone:
"Der neue Faschismus wird nicht sagen 'Ich bin der Faschismus'. Er wird sagen 'Ich bin der Antifaschismus'."
hansfrans79 14.10.2016
2.
Zitat von Dale"Der neue Faschismus wird nicht sagen 'Ich bin der Faschismus'. Er wird sagen 'Ich bin der Antifaschismus'."
Und sowohl der alte als auch der neue Faschismus wird wie immer versuchen, aus Tätern Opfer zu machen.
Prohist 14.10.2016
3.
@Dale Das Zitat ist ein Pseudozitat, so authentisch wie die Geschichte von der Spinner in der Yukkapalme. Aber wenn es noch 99mal zitiert wird, wird es wahrscheinlich echt.
horstu 14.10.2016
4. Welche Äusserungen?
Angesichts der Schwere der Vorwürfe und der möglichen Konsequenzen wäre es sinnvoll und seriös, konkrete Beispiele der beanstandeten Äußerungen zu geben. Ansonsten sind wir schnell bei einer Art Hexenverfolgung, bei der Anklage und Urteil gleichbedeutend sind. Rassismus und Flüchtlingskritik sind nicht das gleiche, aber um zu einer differenzierten Betrachtung zu kommen und über Empörungsrituale hinauszugehen, wäre die Kenntnis seiner, Zitat, "fremdenfeindlichen" und "rechtsextremen" Äußerungen notwendig, die der Artikel leider nicht vermittelt.
shardan 14.10.2016
5. Nicht ausreichende Recherche
Im Klartext "Ich hab da Seiten geteilt, die ich nicht gelesen habe" - und die alle noch mit einem gleichlaufenden Tenor? Wer es glaubt.......
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