Beachvolleyball-WM Thole und Wickler gewinnen Silber

"Sie sind jetzt schon das neue Aushängeschild:" Dank Julius Thole und Clemens Wickler war die Beachvolleyball-WM in Hamburg auch sportlich ein Erfolg für den deutschen Verband. Den Titel verpasste das Duo knapp.

Julius Thole (l.) und Clemens Wickler
DAVID HECKER/EPA-EFE/REX

Julius Thole (l.) und Clemens Wickler


Julius Thole und Clemens Wickler haben bei der Beachvolleyball-WM in Hamburg die Sensation knapp verpasst. Das deutsche Duo verlor das Finale 1:2 (21:19, 17:21, 11:15) gegen die Russen Wjatscheslaw Krasilnikow und Oleg Stojanowski. Silber bedeutet die insgesamt siebte WM-Medaille für Deutschlands Beachvolleyballer. Weltmeister Russland sicherte sich mit dem Sieg den ersten Startplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Thole und Wickler spielen erst seit knapp zwei Jahren zusammen, trotzdem überzeugten sie während der WM gegen viel besser eingespielte Teams. Im Finale zeigten sie vor 12.000 Zuschauern am Rothenbaum erneut eine starke Leistung, die nach dem ersten gewonnen Satz am Ende aber nicht zum Weltmeistertitel reichte. Anders als in den Partien zuvor machten Thole/Wickler zu viele Fehler, sie brachten ihre Angriffe zu selten durch. Beim 4:4 im entscheidenden Durchgang musste Blocker Thole zudem am Nacken behandelt werden.

Nach Wicklers nationalem Meistertitel 2017 mit Tim Holler hatte ihn der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) überraschend mit Talent Thole zwangsvereint. In den zehn WM-Tagen entpuppte sich das Duo dann aber nicht nur als neue Elitespieler, sie avancierten auch zu absoluten Fan-Lieblingen. "Sie sind schon jetzt das neue Aushängeschild", sagte DVV-Sportdirektor Niclas Hildebrand.

Vor zehn Jahre hatten die Olympiasieger Julius Brink und Jonas Reckermann in Stavanger den ersten WM-Titel für Deutschland geholt. 2017 in Wien gewannen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, die 2016 in Rio auch Olympiasieger waren, den Weltpokal.

krä/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
schensu 07.07.2019
1. Meine Meinung?
Irgendeine Meinung zu einem grandiosen Turnier, in dem zwei sympatische junge Kerle Vizeweltmeister wurden, ist in _diesem Forum_ fehl am Platz! Ansonsten Kompliment an die Aktiven, die Veranstalter und die aufgedrehten Fans, die trotz aller medialen Ignoranz mehr als überzeugten.
anke1805 07.07.2019
2. @ #1: Rembrandt?!
Was bitte wollen Sie uns mit Ihrem Beitrag mitteilen?!
weisserb 07.07.2019
3. Wann verstehen es die deutschen Reporter endlich, Silber kann man
nicht gewinnen, man hat das Endspiel verloren. Sie können nach dem Halbfinale sagen, das man mindestens Silber gewonnen hat, dann ist das eine Aussage über das Turnier. Aber nach einem verlorenem Finale von einem Sieg zu sprechen ist ein ... sorry, "Witz".
schensu 07.07.2019
4. Das ist recht einfach.
Zitat von anke1805Was bitte wollen Sie uns mit Ihrem Beitrag mitteilen?!
Schauen Sie sich die Beiträge der sogenannten Sportredaktion dieses Nachrichtenportals über das gesamte Turnier an. Vergleichen Sie die mit den für so wichtig erachteten Meldungen, dass sie einer Schlagzeile bedurften. Es waren Weltmeisterschaften, in Hamburg, vor den Augen des Spiegel, mit (amtierenden) deutschen Weltmeisterinnen und Olympiasiegerinnen... Und???! So gut wie nichts wurde berichtet! Eine Schande ist das!
schensu 07.07.2019
5. Sie haben recht.
Zitat von weisserbnicht gewinnen, man hat das Endspiel verloren. Sie können nach dem Halbfinale sagen, das man mindestens Silber gewonnen hat, dann ist das eine Aussage über das Turnier. Aber nach einem verlorenem Finale von einem Sieg zu sprechen ist ein ... sorry, "Witz".
Wenn "man" als "Sport"redaktion aber das Siegen im Halbfinale verpennt oder bequem ignoriert müssen schon gewisse rhetorische Verrenkungen nach dem plötzlichen Erwachen erlaubt sein...;o)
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