Bedingungen für Verbleib Handball-Bundestrainer Brand fordert Bekenntnis

Heiner Brand will Bundestrainer bleiben - aber nur, wenn ihn Verband und Liga noch wollen. Bei einem Treffen mit der Spitze des deutschen Handball-Bundes wurde zudem die "Arbeitsgruppe Nationalmannschaft" ins Leben gerufen. Sie soll den Abwärtstrend der DHB-Auswahl aufhalten.

Handball-Bundestrainer Brand: Bekenntnis von allen Beteiligten
dpa

Handball-Bundestrainer Brand: Bekenntnis von allen Beteiligten


Hamburg - Heiner Brand bleibt Handball-Bundestrainer. Bedingung dafür ist aber ein eindeutiges Bekenntnis von allen Beteiligten des Deutschen Handballbundes (DHB) und des Bundesliga-Verbandes HBL. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs des 58-Jährigen mit DHB-Präsident Ulrich Strombach und Vizepräsident Horst Bredemeier. Beide sicherten Brand bereits 100-prozentige Rückendeckung zu.

Zudem wurde bei dem Spitzentreffen eine sechsköpfige "Arbeitsgruppe Nationalmannschaft" ins Leben gerufen, die sich am Freitag erstmals treffen soll. Der ehemalige Nationalspieler Volker Zerbe hatte dem DHB mit breiter Zustimmung der HBL die Gründung einer "Task Force Nationalmannschaft" vorgeschlagen.

Die Aufgabenstellung der Arbeitsgruppe soll in der konzeptionellen und personellen Ausrichtung der Nationalmannschaft auf die Olympischen Spiele 2012 und 2016 bestehen. Der DHB und Bundestrainer Heiner Brand hatten zuletzt immer wieder über die mangelnde Unterstützung durch die Liga geklagt. Bei der WM in Schweden wurde Deutschland nur Elfter und verpasste die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012.

Der "Task Force" gehören neben Strombach, Bredemeier und Brand noch Liga-Präsident Reiner Witte sowie die Club-Manager Bob Hanning (Füchse Berlin) und Volker Zerbe (TBV Lemgo) an. Die Arbeitsgruppe will künftig auch weitere Experten in die Arbeit einbinden.

Manager Thorsten Storm von den Rhein-Neckar Löwen hatte zuvor die stärkere Einbindung der HBL und eine bessere Kommunikation mit dem DHB gefordert. "Es gibt so viel sportliche Kapazität und Kompetenz im deutschen Handball. Aber es wird nicht zusammengearbeitet. Im sportlichen Bereich nicht zwischen der Liga und dem DHB. Und in der Vermarktung des Handballs schon gar nicht", sagte Storm.

Das soll künftig anders werden - dank der "Task Force" für den deutschen Handball.

jar/sid/dpa



insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
mohle0815 01.02.2011
1. Zukunft Deutscher Handball
Ich denke es lag nicht unbedingt an der Person Heiner Brand, jedoch sah es oft so aus als erreiche er die Mannschaft nicht mehr. Daher sollte er ernsthaft darüber nachdenken, seinen Platz zu räumen. Weiterhin fehlen Führungsspieler, die die ganze Mannschaft lenken und leiten können. Doch woher sollen die kommen? Alle Spielmacher in der Bundesliga sind fast ausnahmslos Ausländer, die zwar die Liga attraktiv machen, aber in der Konsequenz die deutsche Nationalmannschaft schwächt. Also wird sich in absehbarer Zeit nichts ändern. Ich möchte nicht schwarz malen, aber die Möglichkeit den Titel des Europameisters und somit die Qualifikation für London zu erreichen ist als eher gering zu schätzen.
Direwolf 02.02.2011
2. .
Zitat von sysopHeiner Brand will Bundestrainer bleiben - aber nur, wenn ihn Verband und Liga noch wollen. Bei einem Treffen mit der Spitze des deutschen Handball-Bundes wurde zudem die "Arbeitsgruppe Nationalmannschaft" ins Leben gerufen. Sie soll den*Abwärtstrend der DHB-Auswahl aufhalten. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,742930,00.html
Nach 14 Jahren auf dem Trainerstuhl wäre es auch bei einem bessern WM Abschneiden für Heiner an der Zeit gewesen zu gehen. Allerdings kann ich sein gejaule über die Liga langsam nicht mehr hören. Wie macht er es denn selber mit den neuen Leuten die bei ihren Clubs in der Start 7 stehen - genau er setzt sie nicht ein sondern nimmt lieber den Pommes und den Mimmi, die vor allem dann ran dürfen, wenn der Drops gelutscht ist. Zudem hat er ja einige Leute aus persönlichen Gründen aus dem Kader geworfen. Pech halt, dass gerade der Herr Zeitz im letzten Jahr einen großen Entwicklungssprung gemacht hat. Wirklich disqualifiziert hat er sich aber mit den Aussagen zu Pekeler. Wenn der Typ es nicht packt zum Training oder zum Abflugtermin zu erscheinen, hat er in einer Profimanschaft nix zu suchen - punkt. DAnn muß man nicht "mit dem Jungen arbeiten" dann muß man ihn von der Lohnliste streichen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.