Berlin-Marathon Tod auf dem Kurfürstendamm

Der 29. Berlin-Marathon ist am Sonntag von einem Todesfall überschattet worden. Einen Kilometer vor dem Ziel brach ein 50-jähriger Läufer zusammen.


Das Starterfeld beim Berlin-Marathon
AFP

Das Starterfeld beim Berlin-Marathon

Berlin - Die Organisatoren bestätigten den Todesfall auf einer Pressekonferenz am Sonntag. "Wir vermuten, dass es eine Überforderung war", sagte Rennarzt Willi Heepe. Bei dem Toten handelt es sich um einen 50 Jahre alten Mann, der wahrscheinlich aus der Nähe von Hamburg stammt und vermutlich an einem Herzinfarkt starb.

Es war der fünfte Todesfall in der Geschichte des Berlin-Marathons. Zuletzt hatte es beim drittgrößten Marathon der Welt, an dem dieses Mal 32.752 Läufer teilnahmen, vor drei Jahren einen Todesfall gegeben. Bei der 29. Auflage wurden zudem am Sonntag bei einem Unfall mehrere Skater verletzt. Ein 55-jähriger französischer Läufer konnte nach einem Zusammenbruch wiederbelebt worden.

Ein Kenianer und eine Japanerin siegen

Bei den Männern sorgte indes Raymond Kipkoech für einen unerwarteten Erfolg. Der Läufer aus Kenia erreichte nach 42 Kilometern in 2:06:47 Stunden das Ziel. Mit dieser Zeit blieb Kipkoech rund eine Minute über dem Weltrekord des US-Amerikaners Khalid Khannouchi (2:05:38).

Bei den Damen gewann Vorjahressiegerin Naoko Takahashi (Japan) das Rennen. Mit 2:21:48 Stunden blieb die Olympiasiegerin, die im Vorjahr in der deutschen Hauptstadt den Weltrekord verbessert hatte, deutlich unter der 2:23-Marke. Damit kassierte sie zur Siegsumme von 30.000 Euro nochmals einen Bonus in gleicher Höhe.



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