Mattek-Sands-Verletzung in Wimbledon Spieler beklagen sich über den Rasen

Löcher im Boden, rutschige Linien, abgewetzter Rasen: Nach der schweren Knieverletzung von Bethanie Mattek-Sands ist die Kritik am Zustand der Plätze in Wimbledon lauter geworden. Auch Roger Federer äußerte sich.

Mattek-Sands wird nach ihrer Verletzung behandelt
AFP

Mattek-Sands wird nach ihrer Verletzung behandelt


Die Organisatoren des Grand-Slam-Tennisturniers in Wimbledon haben die Kritik einiger Profis am Zustand des Rasens zurückgewiesen. "Die Vorbereitung der Courts wurde mit dem gleichen sorgfältigen Standard durchgeführt wie in den vergangenen Jahren auch", hieß es in einer Stellungnahme des All England Lawn Tennis and Croquet Clubs. Gras sei eine "natürliche Oberfläche" und Abnutzungserscheinungen nach einigen Tagen normal.

Am Donnerstag war die Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands ausgerutscht und hatte sich bei ihrem Sturz eine schwere Knieverletzung zugezogen. Anschließend musste sie in ein Krankenhaus gebracht werden. Eine genaue Diagnose stand nach Angaben der Spielerinnenorganisation WTA noch aus.

Auch von anderer Seite gab es Kritik. Die an Nummer zwölf gesetzte Französin Kristina Mladenovic kritisierte nach ihrem Zweitrunden-Aus gegen Alison Riske aus den USA die Verfassung des Bodenbelags heftig. "Ich bin froh, dass ich mich nicht schwerer verletzt habe", sagte Mladenovic, die beim Einspielen umgeknickt war und sich während der Partie bei einem Sturz am Knie leicht verletzte.

"Kein gutes Zeichen"

Sie monierte, dass auf Platz 18 der Wimbledon-Anlagen an vielen Stellen fast kein Gras mehr und es an den Linien sehr rutschig sei. Zudem seien Löcher im Boden zu sehen gewesen. Riske und Mladenovic baten gemeinsam den Stuhlschiedsrichter darum, das Spiel abzubrechen. Unterstützung bekamen die Spielerinnen von Roger Federer. "Das ist kein gutes Zeichen, und man sollte die Meinung der Spieler immer ernst nehmen, vor allem, wenn beide es sagen", sagte der siebenmalige Wimbledonsieger.

Die Organisatoren verwiesen auf die Platzinspektion. Der Court sei in ihren Augen "normal bespielbar" gewesen. Nach Mladenovics Worten sollen sich mehrere Profis kritisch über die Plätze geäußert haben. In London hat es in den vergangenen Tagen nicht geregnet, die Temperaturen liegen bei Sonnenschein konstant bei knapp 30 Grad Celsius.

jan/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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mcmercy 07.07.2017
1.
Ich fand den Rasen auch grenzwertig. Eigentlich auch egal ob es regnet oder nicht, schon mal was von Bewässerung gehört. Wenn der Rasen die Belastung nicht ab kann muss man eben die Plätze seltener bespielen.
whitewisent 07.07.2017
2.
Warum ist der Grand Slam etwas Besonderes? Weil ein Spieler während eines Jahres auf verschiedenen Untergründen der Beste war. Und dazu gehört es nunmal auch, auf Natur zu spielen, und sich den Gegebenheiten anzupassen. Wer dort aber weiter das Fullpowertennis spielen will, als ob er auf Kunststoff oder Sand spielen würde, der hat den Sinn von solchen echten Meisterschaften nicht verstanden. Denn für den Zuschauer machen erst diese Schwierigkeiten das Spiel interessant. Ansonsten könnte man auch Rentnern beim Pong zuschauen.
bärenfreund-tom 07.07.2017
3.
Im Tennissport ist fast kaum Geld im Spiel. Selbst die Topspieler können ohne Nebenjobs nicht ihre Lebenshaltungskosten decken. Da ist es kein Wunder dass die Plätze nicht optimal gepflegt werden können.
lebeauroy 07.07.2017
4. @Bärenfreund
Spielen Sie Tennis? Haben Sie überhaupt Ahnung vom Tennis? Ich bezweifle dies, sonst würden Sie so was nicht sagen...
kopi4 07.07.2017
5.
Wie man es macht macht man es verkehrt? Ist es ein verregnetes Wimbledon sind die Plätze zu rutschig, haben Sie ausnahmsweise mal mehrere heiße Tage am Stück wird der Rasen zu schnell abgenutzt.
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