Biathlon Björndalen siegt vor Fischer

Ole Einar Björndalen ist der überragende Biathlet bei den Winterspielen. In Soldier Hollow gewann den Norweger nach dem 20-Kilometer-Rennen auch den Sprint über die halb so lange Distanz. Sven Fischer sicherte sich die Silbermedaille


Sven Fischer: "Jetzt genieße ich den Augenblick"
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Sven Fischer: "Jetzt genieße ich den Augenblick"

Soldier Hollow - Björndalen, der vor zwei Tagen über 20 Kilometer triumphiert hatte und am Mittwoch im Schießen fehlerfrei blieb, benötigte 24:51,3 Minuten. Den neuerlichen Golderfolg des 28-Jährigen verfolgten auch der norwegische Thronfolger Prinz Haakon und seiner Frau Mette-Marit vor Ort. In Nagano vor vier Jahren war Björndalen ebenfalls Olympiasieger über 10 Kilometer geworden.

Fischer leistete sich einen Fehlschuss und kam auf eine Gesamtzeit von 25:20,2 Minuten. Bronze ging an den Österreicher Wolfgang Perner (25:44,4). "Ole-Einar ist einfach überragend. Ich habe meine Chance heute genutzt und bin überglücklich. Jetzt genieße ich den Augenblick", freute sich der 30-jährige Fischer, der 1994 in Lillehammer Olympia-Dritter geworden war.

Der dreimalige Staffel-Olympiasieger Ricco Groß belegte in 25:44,6 Minuten wie schon über 20 Kilometer den vierten Platz. "Was soll man da noch sagen. Zwei Zehntel, das ist einfach ganz bitter", klagte Groß nach der zweiten ganz knapp verpassten Medaille.

Michael Greis (26:18,4) wurde 15. Fischer-Schwager Frank Luck, der im 20-Kilometer-Rennen Silber geholt hatte, landete nur auf dem 29. Platz. Im Jagdrennen am Samstag (17 Uhr MEZ) haben die deutschen Biathleten die Gelegenheit, eine weitere Medaille zu gewinnen. Die Läufer gehen entsprechend ihrer Zeitrückstände im Sprintrennen auf die Strecke.



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