Biathlon Morgensterns neuerlicher Schwächeanfall

Im slowenischen Pokljuka musste der Schlussläufer der deutschen Biathlon-Staffel aus dem Rennen genommen werden. Da wurden böse Erinnerungen bei Marco Morgenstern wach.

Pokljuka - 307 Tage nach seinem Kollaps beim Staffelrennen der WM in Pokljuka musste Marco Morgenstern beim Weltcup an gleicher Stelle wegen eines Schwächeanfalls aufgeben. Einen Kilometer vor dem Ziel hatte der völlig erschöpfte Risaer am Samstag große Probleme einen Anstieg zu bewältigen und wurde daraufhin von Co-Trainer Klaus Siebert aus dem Rennen genommen. Morgenstern wird am Sonntag nicht beim Verfolgungsrennen in Pokljuka starten.

Kurz nach seinem Schwächeanfall konnte der 29-jährige Morgenstern zu Fuß in den Zielraum zurückkehren. "Das war wie im Februar. Ich hab' irgendwann schlecht Luft bekommen, die Beine waren wie abgeschnürt. Aber schönen Gruß an meine Eltern und die Freundin - ich bin gesund", sagte Morgenstern wenige Minuten nach dem Rennen. Das bestätigte auch der deutsche Teamarzt Michael Peters: "Er ist völlig gesund und war auch vor dem Rennen fit und gesund. Es gibt keine physische Erklärung für die Szenen."

Bei Temperaturen von minus 18 Grad war der Morgenstern von seinem Teamkollegen Sven Fischer unmittelbar hinter Spitzenreiter Weißrussland ins Rennen geschickt worden. Beim ersten Schießen versagten Morgenstern im direkten Duell mit Wadim Saschurin die Nerven, und er musste in die Strafrunde. Nach dem zweiten Schießen versagte auch sein Körper.

Am 11. Februar dieses Jahres war der nach einem Magen-Darm-Infekt angeschlagene Morgenstern bei den Weltmeisterschaften in Pokljuka als Staffel-Startläufer ins Rennen gegangen und hatte auf der Strecke einen Kreislaufkollaps erlitten.

Das nach Morgensterns Ausfall zur Nebensache gewordene Rennen gewann Österreich vor Weißrussland (9,4 Sekunden zurück) und Norwegen (23,3).

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