Radsport Riis als Teammanager von Saxo-Tinkoff suspendiert

Der Radrennstall Tinkoff-Saxo hat die Suspendierung seines Managers Bjarne Riis bekannt gegeben. Laut dem Team des russischen Milliardärs Oleg Tinkow hat die Trennung keine sportlichen Gründe - der Erfolg war zuletzt allerdings ausgeblieben.

Ex-Radprofi Riis: "Nicht mehr an den Team-Aktivitäten beteiligt"
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Ex-Radprofi Riis: "Nicht mehr an den Team-Aktivitäten beteiligt"


Hamburg - Das Profiradteam Saxo-Tinkoff hat Manager Bjarne Riis freigestellt. Das bestätigte der Rennstall von Alberto Contador in einer Pressemitteilung. Demnach sei der Däne "nicht mehr an den Team-Aktivitäten beteiligt". Die Entscheidung habe nichts mit den Mannschaftsergebnissen oder der finanziellen Lage des Teams zu tun, hieß es.

Berichte der dänischen Boulevardzeitung "BT" lassen jedoch anderes vermuten. Sie hatte am Montag behauptet, dass der frühere Radprofi von Teameigentümer Oleg Tinkow entmachtet worden sei. Zuvor hatte sich der Russe öffentlich über die wenig zufriedenstellenden Leistungen von Contador und Peter Sagan mokiert und die Führungsebene kritisiert.

Riis hatte 2007 Doping gestanden, seinen CSC-Rennstall nach Finanzschwierigkeiten Ende 2013 an Tinkow verkauft und sich auf die Position des angestellten Managers zurückgezogen. Nach Informationen von cyclingnews.com soll er dafür insgesamt neun Millionen Euro erhalten haben.

Tinkow hatte angekündigt, aus Saxo-Tinkoff das "beste Team der Welt" zu machen. In dieser Saison fuhr es allerdings erst zwei Erfolge ein. Bei Mailand-San Remo blieb dem Top-Favoriten Sagan hinter Sieger John Degenkolb nur Rang vier.

psk/dpa/sid

insgesamt 2 Beiträge
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Lankoron 24.03.2015
1. Ganz davon abgesehen,
das ein Doper nichts im Radsport zu suchen haben sollte....warum kommt immer jeder Geldgeber auf die idee, dass sich gigantische Summen in sofortigen Erfolgen niederschlagen?
shooop 24.03.2015
2. Oh man...
...genau deswegen schaue ich mir diesen Mist nicht mehr an. Als ob man nur mit Geld das "beste Team der Welt" "machen" könnte. Ekelhaft. Wo bleibt denn da der Mensch? Wer solche Ansprüche an 'seine' Fahrer hat, braucht sich nicht zu wundern, wenn ohne Doping nix geht.
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