Boxen Ex-Champ schlägt seine Familie zusammen

Der ehemalige Boxweltmeister im Schwergewicht, Riddick Bowe (USA), hat seine Ehefrau und seinen Neffen erneut schwer misshandelt. Bowe drohen deshalb bis zu zehn Jahre Gefängnis.


Riddick Bowe muss erneut ins Gefängnis
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Riddick Bowe muss erneut ins Gefängnis

Charlotte - Nach einer verbalen Auseinandersetzung war es in der Wohnung in Charlotte, North Carolina, zu Handgreiflichkeiten gekommen. Die Beamten fanden die Frau und den Neffen des 33-Jährigen bei ihrem Eintreffen mit zum Teil schweren Verletzungen vor. Sie wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Nun droht dem Schwergewichtsboxer als Wiederholungstäter ein Freiheitsentzug von bis zu zehn Jahren.


Entführung und Misshandlungen


Riddick Bowe war zuvor schon viermal durch brutale Attacken außerhalb des Boxrings aufgefallen. Zuletzt war er vor zwei Wochen für ein paar Tage inhaftiert worden, nachdem er seine Frau geschlagen hatte. Im Vorjahr hatte er wegen Misshandlung seiner Frau und seiner Kinder insgesamt sieben Monate im Gefängnis verbracht. 1998 war Bowe 30 Tage in Haft gewesen, als er seine Frau und die fünf Kinder in Charlotte entführt hatte.

Bowe gewann nach seiner Finalniederlage bei den Olympischen Spielen 1988 im Superschwergewicht gegen den Briten Lennox Lewis seine ersten 31 Profifights. Am 13. November 1992 besiegte er Evander Holyfield in Las Vegas nach Punkten und wurde Champion der Verbände WBA, IBF und WBC. Seinen WBC-Titel verlor er, als er gegen Lennox Lewis zur angesetzten Titelverteidigung nicht antrat. Die beiden übrigen Gürtel büßte er in der verlorenen Revanche gegen Holyfield am 6. November 1993 ein.



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