Trotz Schutzsperre im Ring Boxer Santillan nach Verletzungen im Kampf gestorben

Der Boxer Hugo Santillan ist tot. Der 23-Jährige hatte den zweiten schweren Kampf binnen kurzer Zeit absolviert, obwohl ihn der deutsche Verband Mitte Juni mit einer Schutzsperre belegte.

Hugo Santillan bei einer Boxveranstaltung in Hamburg Mitte Juni
INTERTOPICS/ pa/ DDP

Hugo Santillan bei einer Boxveranstaltung in Hamburg Mitte Juni


Der Argentinier Hugo Santillan ist gestorben. Der südamerikanische Super-Leichtgewicht-Boxer war nach seinem Kampf am Samstagabend in seinem Heimatland ins Koma gefallen und starb nun an Herzversagen. Der Box-Verband WBC bestätigte den Tod des 23-Jährigen via Twitter.

Santillan kam in zehn Runden zu einem Unentschieden gegen den Uruguayer Eduardo Javier Abreu, kollabierte aber bereits bei der Urteilsverkündung. Santillan kam anschließend in ein Krankenhaus. Mehrere englische Medien schreiben, bei Santillan habe sich ein Gerinnsel im Gehirn entwickelt, bei einer anschließenden Operation erlitt er einen Herzinfarkt.

Laut "Bild"-Zeitung war Santillan zuletzt Mitte Juni bei einem Boxkampf in Hamburg aktiv und anschließend mit einer Schutzsperre vom deutschen Boxverband bis zum 30. Juli versehen worden. Das bestätigte Thomas Pütz, Präsident der Deutscher Berufsboxer, der Zeitung. "Ein absoluter Wahnsinn, den Mann so schnell wieder boxen zu lassen."

"Er wäre noch am Leben, wenn man auf uns gehört hätte. Unsere Sperre gilt weltweit", sagte Pütz dem Sport-Informations-Dienst: "Natürlich kann man einen Sportler aber nicht einsperren oder abhalten. Er hatte sehr schwere Treffer kassiert. Daher die Sperre, damit das Hirn regenerieren kann."

Die Tragödie ereignet sich wenige Tage nachdem der russische Boxen Maxim Dadaschew starb. Der 28-Jährige erlitt in einem Kampf mehrere Kopftreffer und war mit Hirnblutungen in ein Krankenhaus in Maryland eingeliefert worden, dort wurde er in ein künstliches Koma versetzt. Nur vier Tage nach dem Kampf erlag er seinen Verletzungen.

jan

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