Boxen Joshua-Lager rechnet mit Rückkampf gegen Klitschko

Der Kampf zwischen Anthony Joshua und Wladimir Klitschko war ein großer Publikumserfolg - kein Wunder, dass das Lager des britischen Champions gerne einen Rückkampf sehen würde. Doch noch hat sich Klitschko nicht entschieden.

Anthony Joshua und Wladimir Klitschko
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Anthony Joshua und Wladimir Klitschko


Viermal war Wladimir Klitschko auf der Pressekonferenz nach seiner Niederlage gegen Anthony Joshua gefragt worden, ob dies sein letzter Kampf war. Stoisch gab der 41-Jährige die stets gleiche Antwort: Er wolle eine Zeit lang nachdenken und analysieren. Aber wenn er noch mal antreten werde, dann zum Rückkampf gegen den britischen Champion.

Das Joshua-Lager rechnet mit einem zweiten Duell: "Wahrscheinlich will Klitschko einen Rückkampf", sagte Joshuas Promoter Eddie Hearn und wurde konkret. Als Ort brachte der 37-Jährige das Millennium Stadion im walisischen Cardiff ins Gespräch. Nach Deutschland würde sein Boxer nicht gehen. Vor Oktober komme ein zweites Duell aber nicht infrage, zumal Klitschko "einen hässlichen Cut" kassiert hat, wie Hearn sagte.

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Das Klitschko-Lager hingegen ist da noch zurückhaltender. "Solange Wladimir keine Entscheidung getroffen hat, reden wir nicht über Austragungsorte", sagte Manager Bernd Bönte dem Sport-Informations-Dienst. "Ein Rückkampf würde aber aus finanziellen Gründen eher nicht in Deutschland stattfinden", so Bönte weiter. In Großbritannien sind im Ticketing größere Erlöse zu erzielen.

Joshua hatte nach dem spektakulären Kampf erklärt, er sei zu einem zweiten Duell gerne bereit. "Es liegt an Klitschko", sagte der 27-Jährige: "Außerdem will ein Fighter wie Wladimir immer weitermachen."

luk/sid/Reuters



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dieter-ploetze 01.05.2017
1. schwierige entscheidung
nach 2 niederlagen hintereinander (fury, joshua ) zurueckzutreten ist sicher schwierig. noch etwas bloeder allerdings nach dann moeglicherweise 3 niederlagen abzutreten, falls es zum rueckkampf kommt. ich glaube nicht, dass klitschko im rueckkampf noch einmal die chance wie in der 5. runde bekommt, wo er doch joshua fast KO hatte, nur nachsetzen haette muessen. hat er aber nicht. warum nicht weiss nur er. ganz sicher nicht als gruenden des gentlemen sein wollens. eher eine beisshemmung. diese kann sich ein profiboxer aber nicht erlauben.
kanan 01.05.2017
2. Er sollte nur nochmal
gegen ihn kämpfen wenn er sich sicher ist das er sich steigern kann. Wenn nicht wird es nur zur Blamage mit einer hohen Chance KO zu gehen.
widower+2 01.05.2017
3. Zu sehr Boxer und zu wenig Fighter
Klitschko hat sich im Laufe seiner langen Karriere praktisch selbst in den Schlaf geboxt. Da wurden dann Kämpfe gegen chancenlose Gegner unnötig in die Länge gezogen, damit der Haussender noch ein paar Werbepausen mehr unterbringen konnte. Da war es dann wohl die Macht der Gewohnheit (oder Übervorsicht bis Feigheit), dass er nicht entscheidend nachgesetzt hat, als Joshua schon fast KO war. Im Grunde ist Wladimir Klitschko immer Amateurboxer geblieben und nie wirklich im Profilager angekommen. Immerhin ist er so der reichste Amateurboxer der Geschichte geworden.
Kalle Bond 01.05.2017
4. Keine schwierige Entscheidung!
Wenn noch ein Funken Intelligenz bei WK und seinem Team vorhanden ist, sollte er auf den Rückkampf verzichten. Er würde es sonst für sein restliches Leben bereuen. Schaut euch auf dem Bild mal den Rücken von AJ an. Der hatte so ein Pfund drauf! Die Meidbewegung von WK bei einigen Schlägen war 0, das passt nicht mehr. Und AJ hat nicht gezögert, als er die Chance bekam. Ein großartiger und herausragender Kämpfer sollte in Würde abtreten, die Zeit ist gekommen.
nadennmallos 01.05.2017
5. Wer in diesem Alter noch so boxt ....
... hat meine Hochachtung! Nein, Klitschko-Fan war ich nie (bin mehr aus der Zeit Ali, Frazier, etc.), aber diesmal hat Klitschko zumindest einen guten Kampf geliefert und auch Herz gezeigt. Und noch was, gerichtet an all die "Klugsch...er": Auch wenn Klitschko sich nicht bis in unsere Herzen durchgeboxt hat, er kann eine sportliche Gesamtleistung vorweisen, die die meisten von uns nicht einmal ansatzweise haben.
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