Boxen Lennox Lewis schlägt Tyson K.o.

Lennox Lewis hat seine Box-Weltmeistertitel im Schwergewicht nach IBF- und WBC-Version in Memphis gegen Mike Tyson erfolgreich verteidigt. Der Herausforderer hielt bis zur achten Runde durch, ehe er von dem Engländer zweimal zu Boden geschickt wurde.


Die Entscheidung: Lennox Lewis (l.) trifft mit seiner Rechten Mike Tyson, der in der achten Runde K.o. zu Boden geht
AP

Die Entscheidung: Lennox Lewis (l.) trifft mit seiner Rechten Mike Tyson, der in der achten Runde K.o. zu Boden geht

Memphis - Lennox Lewis hat seine beiden Weltmeistertitel im Schwergewicht in souveräner Manier verteidigt. Der 36-jährige Brite bezwang in der Nacht zum Sonntag vor 19.185 Zuschauern in der ausverkauften "Pyramid Arena" von Memphis (Tennessee) die Nummer eins der WBC-Rangliste Mike Tyson (USA) durch K.o. in der achten Runde. "Ich wollte mein Erbe vollenden und allen Leuten zeigen, dass ich der beste Kämpfer auf der Welt bin. Das habe ich bewiesen", so Lewis nach seiner Titelverteidigung überaus zufrieden.

Lewis behauptete damit im mit einem erwarteten Umsatz von über 100 Millionen Dollar (114 Millionen Euro) teuersten Kampf der Box-Geschichte die WM-Gürtel des World Boxing Councils (WBC) und der International Boxing Federation (IBF). Der 40. Sieg im 43. Kampf bescherte Lewis die Rekordbörse von 17,5 Millionen Dollar.

Fairer Verlierer Tyson


Mike Tyson, der Mitte der achten Runde nach schweren Kopftreffern von Lewis zweimal zu Boden ging, strich die gleiche Summe ein. Der 35-jährige Ex-Weltmeister erwies sich entgegen seines Rufes als überaus fairer Verlierer. "Ich erkenne seine Leistung an und ziehe meinen Hut vor ihm", bekannte "Iron Mike" nach der vierten Niederlage in seinem 53. Kampf und erbat von seinem Kontrahenten eine Revanche-Möglichkeit.

Der Mega-Kampf hatte ursprünglich am 6. April in Las Vegas stattfinden sollen. Doch nach der von Tyson bei der Pressekonferenz am 22. Januar in New York ausgelösten Massenschlägerei, bei der er Lewis auch ins Bein biss, hatte ihm die Box-Kommission von Nevada die Kampflizenz verweigert. Daraufhin begann ein Wettrennen anderer Städte um die Austragung, das schließlich Memphis gewann.



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