Verwirrung um Karriereende Box-Weltmeister Fury erklärt Rücktritt  - und dementiert ihn später

Verwirrung um Tyson Fury: Zuerst gab der Schwergewichts-Weltmeister auf Twitter nach Kokain-Vorwürfen seinen Rücktritt bekannt. Doch später dementierte er seine Entscheidung.

Tyson Fury
REUTERS

Tyson Fury


Schwergewichts-Weltmeister Tyson Fury hat seinen Rücktritt vom Boxsport erklärt. "Boxen ist das Traurigste, was ich je gemacht habe", twitterte der Champion der Verbände WBO, WBA und IBO. Es sei "ein Haufen Scheiße", schrieb der unter Dopingverdacht stehende Brite.

"Ich bin der Größte, und ich bin es auch im Ruhestand", hieß es im Tweet weiter. Wie ernst die Ankündigung zu nehmen ist, bleibt abzuwarten. In einer späteren Nachricht auf Twitter dementierte Fury schließlich seinen Rücktritt. "Ich bin hier, um zu bleiben", hieß es dort. Der Bezwinger von Wladimir Klitschko hatte zuvor schon mehrfach in seiner Karriere von Rücktritt gesprochen.

Am Freitag war bekannt geworden, dass Fury am 22. September positiv auf die Einnahme von Kokain getestet worden war. Am Tag danach sagte Fury den für den 29. Oktober geplanten Rückkampf gegen Wladimir Klitschko ab. Als Grund nannte Fury-Manager Mick Hennessy gesundheitliche Probleme.

Bereits im Juli gab es Dopinggerüchte um Fury. Nachdem er den ersten geplanten Rückkampf gegen Klitschko am 9. Juli wegen einer angeblichen Knöchelverletzung abgesagt hatte, kam heraus, dass der 28-Jährige laut der britischen Anti-Doping-Agentur UKAD wegen eines positiven Tests gesperrt werden sollte.

Am vergangenen Samstag hatte sich Fury über den jüngsten Dopingverdacht gegen ihn lustig gemacht. Auf seinem Twitter-Account veröffentlichte er eine Fotomontage aus dem Filmklassiker Scarface, wo Gangster Tony Montana, gespielt von US-Schauspieler Al Pacino, vor einem Berg Drogen sitzt. Fury ersetzte Al Pacinos Gesicht durch sein eigenes. Seither lautet sein Twitter-Name Tysonmontana.

Nach Furys zweiter Kampfabsage in diesem Jahr hat sich Klitschko neu orientiert. Der 40 Jahre alte Ukrainer favorisiert einen WM-Kampf gegen den Briten Anthony Joshua. Der 26 Jahre alte Olympiasieger von 2012 besitzt den IBF-Titel und hat seine bisherigen 17 Profikämpfe allesamt durch K.o. gewonnen.

jan/dpa

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