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02. Februar 2013, 00:33 Uhr

Boxen

Sturm verliert gegen Soliman nach Punkten

Es ist seine zweite Niederlage in Folge: Boxer Felix Sturm unterlag nach zwölf Runden dem Australier Sam Soliman. Der deutsche Mittelgewichts-Profi hat damit seine Chance vergeben, nächster Herausforderer um den IBF-WM-Gürtel zu werden.

Hamburg - Das schönste Geschenk hätte sich Felix Sturm gern selbst gemacht: Einen Tag nach seinem 34. Geburtstag wollte sich der Mittelgewichtsboxer mit einem Sieg gegen Sam Soliman zum nächsten WM-Herausforderer küren. Doch es reichte nicht. Sturm verlor in Düsseldorf nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten (111:116, 113:114, 113:114) gegen den 39-jährigen Australier. Es war Sturms vierte Niederlage im 43. Kampf (37 Siege).

Soliman, der seinen 43. Erfolg im 54. Kampf feierte, ist damit Pflichtherausforderer des IBF-Champions Daniel Geale. Der Australier hatte Sturm im September vergangenen Jahres nach Punkten besiegt und ihm seinen WM-Gürtel abgenommen.

"Es geht um alles", hatte Sturms Manager Roland Bebak vor dem Kampf gesagt. Und Sturm, der aktuell den Titel des WBA-Superweltmeisters im Mittelgewicht hält, ging direkt mit voller Wucht auf seinen Gegner los. Runde eins entschied der Linksausleger für sich, er agierte wesentlich ruhiger als Soliman. Schon in der zweiten Runde schickte Sturm den Australier mit einer kurzen Rechten zu Boden. Ringrichter Mark Nelson zählte Soliman an, doch er kam wieder auf die Beine.

Danach wirkte er deutlich angeschlagen, Sturm hingegen körperlich stark. Mit einer hohen und kompakten Deckung konnte er die Schläge Solimans weitgehend abfangen - ganz im Gegensatz zu seinem Kontrahenten. Der ließ seine Fäuste meist tief abfallen und musste so Schlag um Schlag einstecken. Dennoch ließ er sich davon wenig beeindrucken, tänzelte um Sturm herum und schlug mitunter wild drauf los.

Soliman lauerte auf Lücken in Sturms Deckung

So erwischte er Sturm in der fünften Runde im Gesicht, der dabei einen Cut unter dem linken Auge erlitt. Soliman bekam wieder etwas Aufwind und lauerte darauf, durch Sturms Deckung hindurch einen klaren Treffer platzieren zu können. Sturm nahm weiter die Rolle des Besonnenen ein und versuchte den Kampf mit gezielten Schlägen zu kontrollieren. Das gefiel Soliman gar nicht, der weiter aggressiv nach vorne boxte - und so etliche Punkte sammeln konnte.

Ab Runde acht ließ Sturms Kraft offenbar nach, Soliman konnte so einige erfolgreiche Haken setzen, denen Sturm nur noch wenig entgegen zu setzen hatte. So konnte er die Punktrichter überzeugen, die Soliman zum Sieger des Abends kürten. "Er war sehr schwer zu boxen", sagte Sturm nach dem Kampf, "da kann man nichts machen. Ich nehme jetzt erst mal eine Auszeit mit meiner Familie."

Zuvor hatte sich Susi Kentikian den Interims-WM-Titel im Fliegengewicht des Verbands WBA gesichert. Sie bezwang die Belgierin Sanae Jah nach zehn Runden einstimmig nach Punkten (99:90,5, 98:93, 97,5:92). Sie gilt nun als Pflichtherausforderin der amtierenden Titelträgerin Carina Moreno aus den USA, gegen die sie Anfang Dezember knapp verloren hatte. Für die 25-jährige Kentikian, die in Sturms Boxstall unter Vertrag steht, war es der 30. Erfolg im 33. Profikampf.

psk

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