Russischer Boxer Dadaschew nach Verletzungen im Kampf gestorben

Nachdem er mehrere schwere Kopftreffer erlitten hatte, wurde Superleichtgewichtler Maxim Dadaschew in ein künstliches Koma versetzt. Nun ist der Boxer seinen Verletzungen erlegen.

Maxim Dadaschew hatte den Beinamen "Mad Max"
ZUMA Press/ imago images

Maxim Dadaschew hatte den Beinamen "Mad Max"


Der russische Boxer Maxim Dadaschew ist im Alter von 28 Jahren gestorben. Das bestätigte sein Trainer Buddy McGirt. Bei einem Kampf am Freitag hatte Dadaschew mehrere schwere Kopftreffer erlitten, McGirt hatte den Kampf daraufhin beendet. Dadaschew war daraufhin mit Hirnblutungen in ein Krankenhaus in Maryland eingeliefert und in ein künstliches Koma versetzt worden. Nur vier Tage nach dem Kampf erlag er nun seinen Verletzungen.

Dadaschews Superleichtgewichtskampf gegen Subriel Matías war hart geführt worden und hatte bis in die elfte Runde gedauert, bis sein Trainer die Aufgabe verkündete. Der Boxer soll sich bereits in der Kabine übergeben haben.

Zuvor war Dadaschew in 13 Kämpfen unbesiegt geblieben. Der Russe wurde in Sankt Petersburg geboren, lebte und trainierte jedoch in Kalifornien. Man werde den Fall und auch die Behandlung im Krankenhaus sehr genau untersuchen, sagte Umar Kremljow, Chef des russischen Boxverbands.

tip/dpa

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insgesamt 41 Beiträge
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Seite 1
Marvel Master 23.07.2019
1.
Ich vermute mal, es ist für den menschlichen Körper bzw. Kopf nicht gesund, wenn man da Schläge drauf bekommt. Einige vertragen das vielleicht etwas besser als andere, aber langfristig nimmt wohl die Gesundheit schaden.
c.PAF 23.07.2019
2.
Ja, unbedingt die Behandlung im Krankenhaus untersuchen. Vielleicht war ja das die Ursache, und garnicht die Prügelei vorher!?
hoppelkaktus 23.07.2019
3. Was tun dagegen?
Nun, Boxen - ebenso wie etliche weitere Kampfsportarten - erfordert es, dass man, um zu triumphieren, ganz regelkonform seinem Gegner im Ring grobschlächtige, gewalttätige Dinge antut, für die man sich gewöhnlich im bürgerlichen Leben wegen schwerer bzw. gefährlicher Körperverletzung vor Gericht zu verantworten hätte. Zu abartigen Unglücksfällen vergleichbaren Kalibers kommt es stets auf's Neue, seit sich Sportler in solchen Disziplinen gegenseitig beharken. Und es wird vermutlich weitere hässliche Vorkommnisse dieser Art geben, so lange archaische "Leibesübungen" mit einem Anruch von Todespotential ein Massenpublikum interessieren und begeistern und somit reichlich verlockendes Geld aus vielen Töpfen sprudelt. Is' mal so, der Sport, genau wie das Leben an sich, ist halt zuweilen inhuman und voller Aberwitz.
locust 23.07.2019
4.
Rest In Peace Maxim
Jens_78 23.07.2019
5.
Tragisch, aufrichtiges Beileid. Sowas passiert leider und anstatt die Behandlung im Krankenhaus zu hinterfragen sollte mal lieber hinterfragt werden, warum der Trainer erst so spät in einem Kampf das Handtuch wirft. Dazu steht er auch in der Ecke - um im Zweifelsfall Verantwortung für den Sportler zu übernehmen. Und das jetzt die kritischen Stimmen kommen, die diesen und andere Kampfsportarten als grundlegend primitiv darstellen wollen ist klar. Das ist wohl so ein "Gehobener-MIttelschicht-Schnappatmungs-Refelx" ... Fakt ist, das Training in solchen Sportarten ist variabel wie nur wenig andere Sportarten, macht irre Spaß und trägt für tausende Menschen in Deutschland zur langfristigen Gesunderhaltung bei. Da muss man nicht immer reflexartig den ganzen Sport verteufeln, weil auch mal Unfälle und Tragödien passieren. Die passieren auch in anderen Sportarten.
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