Überraschung bei den British Open Amateur-Golfer Dunne liegt in Führung

Erstmals seit 1930 hat ein Amateur die historische Chance, die British Open der Golf-Profis zu gewinnen. Paul Dunne liegt nach dem dritten Tag an der Spitze. Martin Kaymer fiel dagegen weiter zurück.

Golf-Amateur Dunne: Historisches möglich
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Golf-Amateur Dunne: Historisches möglich


Nach turbulenten Tagen mit Regen und Sturm konnte die dritte Runde der British Open unter normalen Bedingungen gespielt werden. Dabei glänzte mit Paul Dunne ein unbekannter Amateur. Der Ire führt das Feld nach einer 66er Runde gemeinsam mit den Golf-Profis Louis Oosthuizen (Südafrika) und Jason Day (Australien) an. Das Trio brauchte für die drei Runden bisher 204 Schläge.

Bei den British Open dürfen seit jeher auch Amateure antreten - sofern sie sich denn qualifiziert haben. Das hat Dunne wie im vergangenen Jahr geschafft und mischt nun die Konkurrenz auf. Der 22-Jährige könnte auf der wegen der Wetter-Kapriolen erst am Montag ausgetragenen Schlussrunde Historisches schaffen: Letztmals gewann Bobby Jones im Jahre 1930 als Amateur "The Open Championship", wie das Turnier offiziell heißt.

Allerdings konnten sich Dunne, Oosthuizen und Day nicht von der Konkurrenz absetzen, hinter dem Führungstrio lauern nicht weniger als 22 Golfer mit realistischen Siegchancen. Dazu gehört auch immer noch der nach dem zweiten Tag führende Dustin Johnson, der allerdings eine schwache Runde spielte und mit zwei Schlägen über Par auf den geteilten 15. Rang zurückfiel.

Seinen bislang besten Tag erwischte Top-Favorit Jordan Spieth (USA), der mit einer 66 auf den vierten Platz vorrückte und beim dritten Major des Jahres nun den dritten Triumph schaffen kann. Den Grand Slam mit Siegen bei den US Masters, den US Open, den British Open und der PGA Championship hat noch kein Golfer geschafft.

Kaymer nutzt den guten Start nicht

Eine ähnliche Aufholjagd wie Spieth hatte auch Martin Kaymer geplant, und tatsächlich begann der Deutsche seine Runde vielversprechend mit zwei Birdies auf den ersten drei Bahnen. Doch dann folgte überwiegend Mittelmaß, insgesamt spielte der Deutsche nur eine 70 - und fiel in der Gesamtwertung - auch wegen der starken Leistungen der Konkurrenz - mit insgesamt 211 Schlägen vom 25. auf den 33. Platz zurück.

Dass Altmeister Bernhard Langer den Showdown um die begehrte Siegertrophäe "Claret Jug" noch vor Ort erleben wird, dürfte für den 57-Jährigen schon ein Erfolg sein. Mit den Besten kann der amtierende Senior Open Champion allerdings nicht mehr mithalten, was seine schwache 73 am Sonntag untermauerte. Mit 217 Schlägen wird Langer an Position 78 geführt und am Montag äußerst früh auf die Runde gehen.

krä/sid



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