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08. September 2017, 17:45 Uhr

Bundesliga im Eurosport Player

Diesmal ohne Probleme?

Ab dieser Saison sehen Fußballfans die Bundesligaspiele am Freitag im Eurosport Player - eigentlich. Doch am vergangenen Spieltag funktionierte fast nichts. Nun soll alles besser werden, verspricht der Sender.

Spielt der HSV am besten, wenn keiner zusieht? Am zweiten Spieltag, beim 3:1-Sieg der Hamburger in Köln (und dem vorübergehenden Sprung an die Tabellenspitze), konnten die meisten Fußballfans außerhalb des Stadions nur wenig davon sehen, dafür aber viele blaue Fehlermeldungen. Discovery, der neue Rechteinhaber für die Bundesliga-Freitagspartien, hatte bei seiner Übertragung per Eurosport Player erhebliche technische Probleme.

Schon nach wenigen Spielminuten brach die Übertragung auf etlichen Bildschirmen ab. Erst kurz vor Abpfiff erhielten die Abonnenten, die noch nicht abgeschaltet hatten, wieder Live-Bilder: Da stand es längst 2:0 für den HSV.

Nun steht beim Spiel zwischen dem HSV und Leipzig der nächste Einsatz für den Eurosport Player an. Läuft es diesmal besser? Ralph Rivera, der für Eurosport Digital zuständige Managing Director, gibt Entwarnung. Zumindest leichte.

SPIEGEL ONLINE: Herr Rivera, für den Eurosport Player steht die nächste Bewährungsprobe an. Dürfen Ihre Abonnenten darauf hoffen, dass es diesmal besser klappt?

Rivera: Die Gründe für die Ausfälle am letzten Spieltag haben wir inzwischen identifizieren und das Problem beheben können. Wir versichern, dass wir alle Maßnahmen ergreifen, um einen erstklassigen Service zu bieten und Fehler dieser Art in Zukunft zu vermeiden.

SPIEGEL ONLINE: War Eurosport auf die Bundesliga nicht vorbereitet - oder wie kam es zu der Störung?

Rivera: Das Problem wurde durch eine fehlerbehaftete Kommunikation innerhalb einer technischen Schnittstelle verursacht. Unser Technikteam hat schnell reagiert, den Ausfall behoben - gegen 22 Uhr lief der Stream wieder.

SPIEGEL ONLINE: Wie viele Abonnenten waren betroffen?

Rivera: Das ist schwer zu sagen. Kunden, die sich am Freitag bereits frühzeitig eingeloggt hatten, konnten die Partie verfolgen. Leider wurde vielen Abonnenten, die sich zu einem späteren Zeitpunkt einloggen oder auf den Stream zugreifen wollten, der Zugriff verweigert und ihnen nur die Fehlermeldung angezeigt.

SPIEGEL ONLINE: Als Wiedergutmachung hat Eurosport eine Gutschrift in Höhe von zehn Euro versprochen. Wie viele Abonnenten haben diese schon erhalten?

Rivera: Die meisten. Der exakte Zeitpunkt und das Datum der Gutschrift hängen von den verschiedenen Abo-Varianten ab - der Ablauf unterscheidet sich bei Jahres- und Monats-Abonnenten.

SPIEGEL ONLINE: Einige Abonnenten beschwerten sich zudem über Verzögerungen von fast einer Minute während der Live-Übertragung. Konnte hierfür eine Lösung gefunden werden?

Rivera: Alle Streaminganbieter sind davon betroffen. Der Vorgang, den Livestream zum jeweiligen Gerät zu bringen, ist anders als bei einem Satellit- oder Kabelsignal - er dauert länger. Deshalb ist es mit den aktuellen technischen Voraussetzungen nicht möglich, eine Verzögerung zu vermeiden. Auch diesmal wird sie zwischen zehn und 40 Sekunden liegen.

lek

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