Bundesliga-Rekord THW Kiel im Torrausch

Der THW Kiel hat für ein denkwürdiges Resultat im deutschen Handball gesorgt. Der Meister stellte beim deklassierenden Sieg gegen den SC Magdeburg einen neuen Torrekord für die Bundesliga auf. Gummersbach gewann das zweite Spitzenspiel bei der SG Flensburg.


Hamburg - Kiel demontierte Magdeburg mit 54:34 (24:19) Toren. Die 54 Tore des THW sind neuer Bundesligarekord. Auch 88 Treffer in einer Partie sind eine neue Bestmarke. In der Tabelle führt der THW nun mit 30:2 Punkten vor dem VfL Gummersbach (28:4) und Flensburg-Handewitt (27:5). Die SG verlor in eigener Halle gegen Gummersbach 32:34 (17:17). Magdeburg (22:10) verteidigte trotz der höchsten Bundesliga-Niederlage in der Vereinsgeschichte Rang vier vor dem TBV Lemgo (20:10) und Nordhorn (18:14).

Am kommenden Dienstag kommt es dann zum absoluten Spitzenspiel: Gummersbach empfängt Kiel in der Köln-Arena. Aber selbst bei einer Niederlage wäre der THW Herbstmeister: Die Tordifferenz des Titelverteidigers ist klar besser (+140 zu +71). Flensburg spielt beim Tabellenletzten Concordia Delitzsch.

Vor 10.250 Zuschauern in der wie immer ausverkauften Kieler Ostseehalle hatte der THW nach rund 20 Minuten das Spiel gegen Magdeburg im Griff. Binnen zehn Minuten bis zur Pause holte Kiel einen Fünf-Tore-Vorsprung heraus und war danach auf dem Weg zum zehnten Sieg in Folge nicht mehr zu stoppen. Nur drei Tage nach dem 38:28-Triumph gegen Gummersbach resignierten die Magdeburger. In der 45. Minute lag der ehemalige Champions-League-Sieger schon 29:42 hinten. Treffsicherster THW-Spieler beim 53. Heimsieg nacheinander war Nikola Karabatic mit 12/4 Toren.

Beim überraschenden Auswärtserfolg der Gummersbacher war Yoon vor 6000 Zuschauern in der ausverkauften Campushalle mit 9 Toren bester Werfer, Sigurdsson kam auf 8/4 Treffer. Erfolgreichster Flensburger war Lijewski mit 8 Toren, dahinter folgte Stryger (6/1). Gummersbach konnte sich auf einen starken Steinar Ege im Tor und ein gut gestaffelte Abwehr verlassen. Dennoch konnte sich der VfL gegen das ersatzgeschwächte SG-Team erst in der Schlussphase absetzen.



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