Teilerfolg für Caster Semenya Gericht ordnet sofortige Aussetzung der Testosteron-Regel an

Weil sie ein Sportgerichtsurteil nicht akzeptieren wollte, zog Caster Semenya vors Schweizer Bundesgericht. Das hat die umstrittene Regel des Leichtathletik-Weltverbands nun vorerst außer Kraft gesetzt.
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Südafrikas Laufstar Caster Semenya hat im Streit um erhöhte Hormonwerte einen Teilerfolg errungen. Das Schweizer Bundesgericht bestätigte Berichte südafrikanischer Medien, wonach die 28-Jährige bis auf Weiteres wieder auf Strecken zwischen 400 und 1500 Metern antreten darf.

Das Gericht habe eine "vorläufige Bestimmung" erlassen, wonach die Anwendung der Regel bis zu einer weiteren Anhörung untersagt wird, sagte Gerichtssprecher Peter Josi. Semenyas Anwalt Gregg Nott sagte, das Gericht habe den Leichtathletik-Weltverband IAAF angewiesen, sich bis zum 25. Juni zu äußern.

"Ich danke den Schweizer Richtern für diese Entscheidung. Ich hoffe, dass ich nach meinem Einspruch wieder frei laufen kann", wurde Semenya in einem Schreiben ihrer Anwälte zitiert.

Die zweimalige 800-Meter-Olympiasiegerin geht vor dem Bundesgericht gegen eine Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs Cas vor. Er hatte eine Regel des Leichtathletik-Weltverbands für rechtens erklärt, mit der Testosteron-Grenzwerte für Mittelstreckenläuferinnen festgesetzt werden. Zuletzt hatte Semenya angekündigt, deswegen beim Diamond-League-Meeting in Stanford (USA) über 3000 Meter anzutreten und nicht über ihre Paradestrecke 800 Meter.

sak/sid/dpa
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