Handbike-Paralympicssiegerin Reppe darf trotz Anmeldepanne doch zur WM

Ihr Verband hatte eigentlich vergessen, sie für die WM anzumelden: Der Radsportweltverband lässt Handbikerin Christiane Reppe aber doch noch bei den Titelkämpfen antreten.
Christiane Reppe

Christiane Reppe

Foto: imago/ Sven Simon

Handbikerin Christiane Reppe darf nun doch versuchen, ihren WM-Titel zu verteidigen. Eigentlich hatte eine Anmeldepanne des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) ihren Start bei der am Donnerstag beginnenden Rad-Weltmeisterschaft im südafrikanischen Pietermaritzburg unmöglich gemacht, doch der Weltverband UCI lenkte überraschend ein. "Ich kann das noch gar nicht fassen, dass ich nun dabei sein darf. Das ist wunderbar, und ich bin sehr happy", sagte die 30-Jährige.

Der deutsche Verband hatte zuvor vergessen, sie für die Titelkämpfe anzumelden. Reppe, der als Fünfjähriger wegen eines bösartigen Tumors ihr rechtes Bein amputiert wurde, war aus Versehen nicht auf die offizielle Meldeliste geschrieben worden. Eine Mitarbeiterin, die die Liste versendete, hatte das Formular nicht gegengecheckt.

Obwohl sich der DBS und auch internationale Konkurrentinnen für einen Start Reppes stark machten, hatte der Weltverband zunächst mit dem Verweis auf die verpasste Meldefrist abgelehnt. Und das, obwohl die Dresdnerin als Favoritin auf Gold im Straßenrennen und Zeitfahren gilt.

"Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um doch noch einen Start zu ermöglichen. Umso erleichterter sind wir, dass es nach dem unermüdlichen Einsatz geklappt hat. Unser Dank gilt der UCI für den Beschluss und Christiane Reppe für ihr sportlich faires Verhalten", sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher.

Der Fehler sei inzwischen intern aufgearbeitet worden, eine Wiederholung solle künftig durch ein besseres Kontrollsystem verhindert werden.

bka/dpa
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