Pechstein greift Verband an "Sie machen mir meinen Traum nicht kaputt"

Der Streit zwischen dem Eisschnelllaufverband und Claudia Pechstein eskaliert: In einem Facebook-Post hat die Olympionikin die Verantwortlichen angegriffen.

Claudia Pechstein (Archivbild)
Maddie Meyer/Getty Images

Claudia Pechstein (Archivbild)


Einen Tag vor Beginn der Weltcup-Saison ist der Konflikt zwischen Claudia Pechstein, ihrem Lebensgefährten Matthias Große und der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft eskaliert.

In einem bei Facebook veröffentlichten, ausführlichen Brandbrief griff die fünfmalige Olympiasiegern DESG-Sportdirektor Matthias Kulik scharf an und forderte diesen auf, "endlich Verantwortung zu übernehmen und klare Konsequenzen aus den in diesem 'offenen Brief' aufgezeigten Missständen zu ziehen".

Sie warf Kulik die "vorsätzliche Schädigung meines sportlichen Weges und meines Umfeldes" vor. Sie werde weiterhin für "meinen Verband" kämpfen, schrieb Pechstein, "denn so wie dargestellt kann und wird es sicher auch nicht weiter gehen. Sie machen mir meinen Traum von der Teilnahme an den 8. Olympischen Spielen nicht kaputt."

Zugleich stellte Pechstein fest, dass ihr Partner Große, den sie nach der Rücktrittsankündigung von Stefanie Teeuwen als neuen DESG-Präsidenten vorgeschlagen hatte, "bereits heute" Zusagen von "bereitwilligen" Sponsoren habe, um den Verband finanziell wieder auf Kurs zu bringen.

Am Dienstag hatte die DESG Große wegen "verbandsschädigender" Aussagen aus dem Betreuerstab der Nationalmannschaft gestrichen. Diesen Vorwurf wies Pechstein deutlich zurück: "Ohne Matthias (Große, d.Red.) hätte es ein Comeback von mir mit mehreren Weltcupsiegen und WM-Medaillen für die DESG niemals gegeben."

bka/sid/dpa

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