"Clipper Round the World" Britische Seglerin stirbt bei Rennen um die Welt

Bei einem Segelrennen ist eine britische Amateurseglerin von einer Welle erfasst worden und über Bord gegangen. Es ist schon der zweite Todesfall in derselben Crew.


Die britische Seglerin Sarah Young ist beim Rennen "Clipper Round the World" auf hoher See ums Leben gekommen. Bei starkem Sturm wurde die Yacht "IchorCoal" im Pazifik von einer Welle erfasst. Die 40-jährige Sportlerin aus London ging über Bord. Ihr lebloser Körper wurde erst nach einer Stunde gefunden.

Es ist der zweite Todesfall in der 20-jährigen Geschichte des Amateurrennens. Erst im September 2015 war der Brite Andrew Ashman gestorben, er war ebenfalls in der "IchorCoal"-Crew.

Der Unfall am Freitag ereignete sich auf der neunten von insgesamt 14 Etappen in der Nähe der Datumsgrenze. Das Teilstück führt von Qingdao in China nach Seattle in den USA. Das Rennen war im August in London gestartet und endet dort am 30. Juli.

kry/sid

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gerd33 02.04.2016
1. Mein Beileid der Familie
Als langjähriger Segler sage ich nur: Das kann immer passieren. Trotzdem ist Segeln eine traumhafte Sportart. Auch Radfahrer, Reiter, Motorsportler, Flugsportler kommen gelegentlich bei der Ausübung ihres Sports zu Tode. Ich selbst erfülle mir im kommenden Winter einen Traum: Törn um Kap Hoorn. Ob ich lebend wiederkomme? Wer weiss? Leben ist nun einmal lebensgefährlich und endet idR. tödlich.
friggebrisse 02.04.2016
2. Ich schliesse mich dem Beileid an
Zitat von gerd33Als langjähriger Segler sage ich nur: Das kann immer passieren. Trotzdem ist Segeln eine traumhafte Sportart. Auch Radfahrer, Reiter, Motorsportler, Flugsportler kommen gelegentlich bei der Ausübung ihres Sports zu Tode. Ich selbst erfülle mir im kommenden Winter einen Traum: Törn um Kap Hoorn. Ob ich lebend wiederkomme? Wer weiss? Leben ist nun einmal lebensgefährlich und endet idR. tödlich.
Der Unfall ereignete sich um 22:30 local, also mitten in der Nacht. Die mittlere statistische Wellenhöhe im Seengebiet war mit 6-8m vorhergesagt (was bedeutet, dass man mindestens einmal am Tag mit Wellensystemen von 12-16m rechnen muss), der Wind war in Spitzen bei 50kn, die Wassertemperatur bei 6C. Bei uns an Bord reicht eins dieser 4 Kriterien um uns bei Ozeanpassagen anzupicken, auch im Cockpit. Die Tatsache, dass die Seglerin erst nach 75min gefunden werden konnte (trotz AIS-Sender und ISAF Markierungsboje) unterstreicht wie wichtig die Mensch-Schiff Verbindung ist.
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