Verstoß gegen Anti-Korruptionscode Cricket-Spielerin postet Aufstellung bei Instagram - drei Monate gesperrt

Startaufstellungen sind im australischen Cricket Insider-Informationen - wer sie schon vor Anpfiff verbreitet, wird bestraft. Diese Erfahrung musste nun Emily Smith machen.

Emily Smith, 24 Jahre, machte schlechte Erfahrungen mit Instagram
Steve Bell/ Getty Images

Emily Smith, 24 Jahre, machte schlechte Erfahrungen mit Instagram


Die Startaufstellung des eigenen Teams in den sozialen Netzwerken posten, etwa eine Stunde vor dem Spiel? Im Fußball machen Vereine das standardmäßig, und offenbar hat sich auch die australische Cricket-Spielerin Emily Smith nichts dabei gedacht, als sie etwa 60 Minuten vor dem Pflichtspiel gegen Sydney Thunder die Aufstellung ihrer Mannschaft auf Instagram veröffentlicht hatte. Das Problem: Im Regelwerk des australischen Cricket-Verbands ist genau das untersagt.

Die 24 Jahre alte Australierin habe mit ihrem Vergehen am 2. November gegen den Anti-Korruptionskodex verstoßen, teilte der Verband mit. Smith wurde mit einer Spielsperre von einem Jahr in der Women's Big Bash League (WBBL) und Women's National Cricket League belegt. Neun Monate des Verbots werden allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Die Wicket-Keeperin der Hobart Hurricanes akzeptierte die Strafe.

Smith habe den Code nicht verletzen wollen

Der Anti-Korruptionskodex des australischen Cricket verbietet es, Informationen wie Aufstellungen gegenüber anderen Partien offenzulegen. In dem entsprechenden Artikel heißt es, es handele sich dabei um Insider-Informationen, die von anderen für Sportwetten genutzt werden könnten.

Der Instagram-Account von Smith ist privat, das heißt, dass sie bestimmt, wer ihre Inhalte sehen darf. Der australische Cricket-Chef für Integrität und Sicherheit, Sean Carroll, sagte, Smith habe nicht die Absicht gehabt, gegen die Regel zu verstoßen, aber als Spielerin der Liga hätte sie sich "ihrer Verpflichtungen bewusst" sein müssen. Es gäbe daher keine Entschuldigung für ihren Verstoß. Die Regel gibt es seit 2015, in jenem Jahr wurde die WBBL gegründet und gleichzeitig ein "großangelegtes Anti-Korruptions-Programm" gestartet.

Der Verband hofft, dass der Vorfall "als Erinnerung dient, dass der Anti-Korruptionskodex entscheidend für den Schutz der Integrität des Spiels ist", sagte Carroll. Smith habe ihren Fehler eingesehen.

jan/Reuters

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