Dakar-Rallye Kleinschmidt holt auf, VW souverän

Die zweite Etappe der Dakar-Rallye lief fast wie die erste: Ein VW-Pilot gewann, ein VW-Pilot führt die Gesamtwertung an - und für Jutta Kleinschmidt reichte es nicht zum Top-Resultat. Wenigstens wurde die Kölnerin diesmal vom Pech verschont.


Vor der Schiffspassage nach Afrika hat Kleinschmidt ihre Aufholjagd begonnen. Auf der einzigen Wertungsprüfung des zweiten Tages machten Kleinschmidt und ihre Beifahrerin Tina Thörner im BMW X3 des Quandt-Teams 13 Plätze gut, nachdem sie gestern ein Elektronikschaden weit zurückgeworfen hatte.

Auf dem 35. Platz der Rallye Dakar haben Kleinschmidt/Thörner 32:54 Minuten Rückstand auf den führenden VW-Piloten Carlos Sousa (Portugal). Hinter Sousa dokumentieren der ehemalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz (Spanien) und der im letzten Jahr zweitplatzierte Südafrikaner Giniel de Villiers an Position zwei und drei der Gesamtwertung die aktuelle Dominanz des VW-Werksteams.

"Wir haben heute Boden in der Gesamtwertung gut gemacht. Das ist ein gelungener Abschied aus Europa", sagte Kleinschmidt nach ihrer guten Leistung. Dabei war die Strecke, die größtenteils durch die Berge führte, alles andere als geeignet. "Die Wege waren meist eng, führten an steilen Abhängen vorbei, und tückisch waren auch einige sehr tiefe Wasserlöcher. Entsprechend oft mussten wir das Tempo drosseln und konnten nicht überholen. Unterm Strich sind wir aber sehr zufrieden mit unserer Zeit", sagte die Dakar-Siegerin von 2001.

Zufrieden durfte nach den 545 Kilometern der Transfer-Etappe zur Fähre in Malaga das VW-Team sein. Den Tagessieg nach den 67 Wertungskilometern in seiner spanischen Heimat sicherte sich Ex-Weltmeister Carlos Sainz, nachdem sein Teamkollege Sousa zum Auftakt gewonnen hatte. Sainz siegte mit 29 Sekunden vor dem Spanier Juan-Nani Roma, der ein Mitsubishi-Verfolgerquartett anführte.

Kleinschmidt kam als 16. mit 6:58 Minuten Rückstand hinter Sainz an. Sousa, 1:53 Minuten zurück, reichte Rang neun, um die Gesamtführung erfolgreich zu verteidigen. Im Gesamtklassement hat er vor den 648 Kilometern (252 Wertungs-Kilometer) der 3. Etappe von Nador nach Er Rachidia in Marokko 45 Sekunden Vorsprung auf Sainz, Dritter mit 2:12 Minuten zurück liegt De Villiers. "Wir haben einen relativ guten Tag erlebt. Der zweite Etappensieg eines Volkswagen ist perfekt, während Mitsubishi wie erwartet etwas aufgeholt hat. Weiterhin liegen jedenfalls drei Volkswagen vorn", sagte VW-Motorsportdirektor Kris Nissen.

goe/sid

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