Fünfmaliger Darts-Weltmeister van Barneveld "Ich bin fertig, das war's"

"Ich will diese Schmerzen nicht mehr": Mit sofortiger Wirkung hat der fünfmalige Darts-Weltmeister Raymond van Barneveld seine Karriere beendet. Sein Manager ist damit offenbar nicht ganz einverstanden.

Raymond van Barneveld bei einem Turnier Ende 2017 in London
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Raymond van Barneveld bei einem Turnier Ende 2017 in London


Darts-Profisportler Raymond van Barneveld hat am Rande der Premier League in Rotterdam seinen sofortigen Rücktritt vom Profisport erklärt. Der 51-jährige Niederländer verkündete seinen Entschluss nach seiner 1:7-Niederlage gegen Weltmeister Michael van Gerwen. "Ich habe eine Entscheidung getroffen - ich bin jetzt fertig. Ich will diese Schmerzen nicht mehr", sagte van Barneveld dem Sender Sky Sports.

Ursprünglich hatte "Barney" seine Karriere erst nach der Weltmeisterschaft 2019 zum Jahresende ausklingen lassen wollen. Im November 2018 hatte er zur Begründung gesagt, er fühle sich im Wettbewerb nicht mehr so konkurrenzfähig, wie er es von sich selbst erwarte.

Am Donnerstag sagte er nun bei Sky, er habe in den vergangenen Jahren in jeder Woche Schmerzen gehabt. "Ich bin immer noch ein stolzer Mann, aber ich bin fertig, das war's."

Kurz darauf meldete sich der Manager des Darts-Sportlers via Twitter zu Wort: "Raymond hatte zwei sehr anstrengende Nächte" - und habe dann unter dem Eindruck all dieser Emotionen gesagt, er trete sofort zurück, schrieb Jaco van Bodegom. "Ich habe gerade mit ihm gesprochen und wir sind uns einig, dass es besser ist, in den kommenden Tagen den Kopf erst mal freizubekommen und über die Zukunft nachzudenken."

Van Barneveld gewann zwischen 1998 und 2007 fünfmal den WM-Titel, viermal bei der British Darts Organisation (BDO) und einmal bei der Professional Darts Corporation (PDC). Im Viertelfinale der PDC-WM 2009 schrieb van Barneveld mit dem ersten Neun-Darter des Turniers Geschichte.

aar/dpa/sid

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insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
Orthoklas 29.03.2019
1. Dieser Darts-Hype
Profisport... Was wird um diese Pfeilchen ein Hype gemacht! Lasst den "Profi-Sportler" doch gehen, wenn er die Nase voll hat! Das Management ist offensichtlich mehr um die eigenen Pfründe besorgt. Was für eine Meldung...
Bin_der_Neue 29.03.2019
2. Respekt vor dieser Entscheidung - und dieser Karriere
Was soll's? Barney hat doch alles erreicht, und wenn er sich der Konkurrenz nicht mehr gewachsen fühlt, dann ist das ein konsequenter und richtiger Schritt. Er war war einer ganz Großen, ist es noch und wird es auch bleiben, das kann ihm keiner nehmen. Auch ein aufrechter Abgang mit Stolz zeugt davon. Die jüngeren Top Talente drängen nun mal nach und es ist keine Schande, gegen Mighty Mike zu verlieren, auch nicht für Raymond van Barneveld. Mach's gut Barney, wir werden Dich vor dem Board vermissen.
Bin_der_Neue 29.03.2019
3. Pfeilchen, Ball - was interessierts?
Zitat von OrthoklasProfisport... Was wird um diese Pfeilchen ein Hype gemacht! Lasst den "Profi-Sportler" doch gehen, wenn er die Nase voll hat! Das Management ist offensichtlich mehr um die eigenen Pfründe besorgt. Was für eine Meldung...
So? Und was definiert Ihrer Meinung nach eher einen Profisportler? Für das zig-Fache der Preisgelder eines Dartspielers hinter einem Ball herzurennen und Anfang 30 bereits mit mehr oder minder verschlissenem Körper zum alten Eisen zu gehören? Oder in peinlich engen Hosen im Doping-Karussell des Rad"sports" mitzumischen, fernab jeglicher Glaubwürdigkeit? Profi-Sport definiert nun einmal jegliche Sportart, in der die Protagonisten davon leben können bzw. gutes Geld damit verdienen, ob es Ihnen passt oder nicht. Warum kommentieren Sie eigentlich diese Meldung, wenn Sie mit dem Thema nichts am Hut haben? Langeweile?
cave-canem 29.03.2019
4. Das schöne an der freien Meinungsäußerung ist ja,
Zitat von OrthoklasProfisport... Was wird um diese Pfeilchen ein Hype gemacht! Lasst den "Profi-Sportler" doch gehen, wenn er die Nase voll hat! Das Management ist offensichtlich mehr um die eigenen Pfründe besorgt. Was für eine Meldung...
dass jeder, auch solche Personen wie Sie, der auch nicht ansatzweise irgendwelche Ahnung von der Materie haben, sich mit seinen Kommentaren maximal lächerlich machen darf, kann und wird. Gratuliere, Sie haben es geschafft! BTT: Barney war schon seit Jahren gezeichnet, an manchen Turniertagen schlich er auf die Bühne wie ein alter Greis. Das lange Stehen, die verdrehte Haltung beim Werfen, das geht irgendwann auf den Rücken. Da kann auch "The flying Scottman" ein Lied von singen. Mal sehen, wer noch dieses Jahr das Oche verlässt. Die englischen Darter wird es freuen, ein Holländer weniger am Board *grins*
kopi4 29.03.2019
5.
Schade, aber bevor er sich von der jungen Konkurrenz die Pfeile um die Ohren werfen läßt:besser so.Für die Entwicklung von Darts zum TV-Magneten war Barney mit dem WM-Finale 2007 der Auslöser. Der Dominantor Taylor wurde respektiert, van Barneveld war danach immer der Weltmeister der Herzen. Das er den Titel nie mehr gewann war dabei Teil der Geschichte, diejenigen die es vergeblich aufs neue versuchen sind immer die beliebteren: Schalke gönnt man es eher als den Bayern, Poulidor ist auch nach 50 Jahren noch ein Hero in Frankreich weil er stets am großen Traum Tour de France scheiterte,Axel Schulz fährt heute noch gut mit dem Image des Fast-Weltmeisters.
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