Tennis Deutsches Team erreicht Endrundenpremiere im Davis Cup

2019 wird es im Davis Cup erstmals eine Finalrunde mit 18 Teilnehmern geben. Einer davon: Deutschland. Die DTB-Auswahl hat das Duell mit Ungarn für sich entschieden.

Tim Puetz (l), Jan-Lennard Struff
HASAN BRATIC/EPA-EFE/REX

Tim Puetz (l), Jan-Lennard Struff


Die deutschen Tennis-Herren spielen bei der Endrundenpremiere des reformierten Davis Cups um den Titel. Das Doppel Jan-Lennard Struff und Tim Pütz sicherte in Frankfurt am Main mit einem lockeren 6:2, 6:3 gegen Peter Nagy und Gabor Borsos den benötigten dritten Punkt. Nach 70 Minuten verwandelte das deutsche Duo seinen fünften Matchball.

Alexander Zverev hatte am Freitag beim 6:2, 6:2 gegen Nagy gewonnen, der noch nie zu den besten 400 der Welt gehörte. Die deutsche Nummer zwei, Philipp Kohlschreiber, hatte sich zu einem 6:7 (6:8), 7:5, 6:4 gegen den Weltranglisten-371. Zsombor Piros gequält. Das Team des Deutschen Tennis Bunds ist damit vom 18. bis zum 24. November in Madrid bei der neuen Endrunde vertreten.

Ihr erstes gemeinsames Doppel vor heimischem Davis-Cup-Publikum kontrollierten Struff und Pütz in der nicht voll besetzten 5000 Zuschauer fassenden Arena von Beginn an. Gleich drei Breaks gelangen dem Duo im ersten Satz. Probleme hatten die Deutschen im ersten Abschnitt nur bei einem Aufschlagspiel von Pütz, das zu null an die Ungarn ging. Nagy ist die Nummer 500 der Doppel-Weltrangliste, Borsos die Nummer 549. Struff und Pütz stehen auf den Positionen 30 und 71.

"Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der mich umstimmen wird"

Für die Qualifikationsrunde hatte Teamchef Michael Kohlmann auf seine Topbesetzung zurückgreifen können. Bei der Endrunde in Madrid, bei der 18 Mannschaften um den Titel spielen, wird Kohlmann ohne seine Stars auskommen müssen. "Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der mich umstimmen wird", sagte der 21-jährige Zverev, der das System und den Termin der Endrunde ablehnt.

"Ich mag das neue System gar nicht", hatte der Weltranglistendritte kürzlich im Videomagazin "Tiebreak" des DTB gesagt. Er wünsche sich, dass man nach ein, zwei Jahren "das alte System mit den Heimspielen wieder zurückbekommt". "Ich bin ein erwachsener Mensch, ich habe meine eigene Meinung, und die wird auch so bleiben", sagte Zverev nun.

Der Tennis-Weltverband ITF hatte die umstrittene Davis-Cup-Änderung im August vergangenen Jahres verabschiedet. Anstelle von vier über das Kalenderjahr verteilten Runden gibt es Ende November in Madrid erstmals ein Finalturnier. Auch andere Topspieler hatten ihren Verzicht auf das Event angekündigt. Lediglich die erste Runde wird nach dem alten Modus mit maximal vier Einzeln und einem Doppel ausgespielt, wobei die Matches nur noch über zwei Gewinnsätze gehen.

mon/dpa/sid



zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.